Innovations- und Technikanalyse (ITA/INSIGHT)

Projekte

CIRCADIA

Im Chronobiologie-Projekt CIRCADIA wird eruiert, wie circadiane Rhythmen, d.h. die von »inneren Uhren« gesteuerten Tagesrhythmen des Menschen, durch neue und vielfältig kombinierbare Technologien im Alltag beeinflusst werden. Immer mehr – insbesondere digitale – Geräte dringen in unseren Alltag ein, was zu einer stetigen Entstrukturierung und einer Entrhythmisierung von Biologie und Psychologie vieler Menschen führt. Das Projekt wirft einen kurz- (fünf Jahre) und einen langfristigen (zehn und mehr Jahre) Blick auf potenzielle Auswirkungen einer verstärkten Nutzung digitaler, häufig lichtemittierender Geräte und die damit einhergehenden Chancen sowie Risiken, z.B. für die Gesundheit des Menschen. Auf Basis der Ergebnisse sollen sowohl Präventions- als auch Lösungsstrategien für existierende Probleme erarbeitet werden.

Deepen Genomics – Chancen und Herausforderungen der Konvergenz von künstlicher Intelligenz, moderner Humangenomik und Genom-Editierung

Wie bestimmen genetische Unterschiede zwischen Individuen deren Veranlagung für häufige Krankheiten? Solche Zusammenhänge zu verstehen, ist für die moderne Genomforschung eine zentrale Herausforderung. Künstliche Intelligenz (KI), insbesondere in Form von Deep-Learning-Verfahren, könnte hierbei potenziell helfen. Das Projekt untersucht das Potenzial der Konvergenz von KI mit der Humangenomik und zeigt realistische Anwendungsmöglichkeiten mit ihren Chancen und spezifischen ethischen, sozialen, ökonomischen und regulatorischen Herausforderungen auf.

Transition in globalen Wertschöpfungsketten: Förderung der sozialen Nachhaltigkeit (SoNa-WSK)

In Entwicklungsländern, die oft am Anfang unserer Lieferketten stehen, sind Arbeitsbedingungen häufig bedenklich bis menschenunwürdig. Das ist weder in sozialer noch in ökonomischer Hinsicht nachhaltig. Möchten sie ihre globalen Wertschöpfungsketten aber unter solchen Gesichtspunkten umgestalten, stehen Unternehmen vor verschiedenen Herausforderungen. Das SoNa-WSK-Projekt untersucht Entwicklungsbedingungen für die Verbreitung sozial nachhaltiger Wertschöpfungsketten und erarbeitet Transitionsszenarien. Ziel ist die Erkenntnis, welche Veränderungen nötig sind, um sozial nachhaltigere Praktiken in globalen Wertschöpfungsketten zu stärken.

Implikationen des wirtschaftlichen Aufstiegs der Schwellenländer für die globalen Technologischen Innovationssysteme bei Umwelttechnologien (TITUS)

Schwellenländer haben großes Potenzial, als Partner für die Lösung anstehender globaler Herausforderungen im Klimaschutz zu wirken. Das hat schon 2014 der Aktionsplan des BMBF »Internationale Kooperation« bezeugt. Die globalen Innovationsaktivitäten im Bereich der Umwelttechnologien konzentrieren sich bislang stark auf Industriestaaten, es zeichnen sich allerdings Veränderungen ab. Das Projekt TITUS untersucht, welche Anpassungen innerhalb der deutschen Innovationslandschaft erforderlich sind, um zum einen die Entwicklung technologischer Lösungen voranzutreiben, die besser an die spezifischen Bedarfe von Schwellen- und Entwicklungsländern angepasst sind, und zum anderen die Anschlussfähigkeit an das dynamische Innovationsgeschehen in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu erhöhen.

Publikationen