Parlamentarische Technikfolgenabschätzung

Projekte

Bakteriophagen in der Land- und Lebensmittelwirtschaft

Das Projekt im Auftrag des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) beschäftigt sich mit Bakteriophagen (kurz: Phagen). Dabei handelt es sich um Viren, die Bakterien befallen und daher als mögliche Alternativen für Antibiotika, Pestizide und chemische Desinfektions- und Konservierungsmittel in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion infrage kommen. Ziel ist eine politikorientierte Ausarbeitung zu Forschung, Entwicklung und Anwendung von Phagen als Informationsgrundlage und Orientierungshilfe für politische Mandats- und Entscheidungsträger:innen.

Stimm-, Sprach- und Gesichtserkennung

Technologien zur Erkennung von menschlichen Stimmen, Sprachen und Gesichtern bestimmen immer häufiger unseren Alltag – ob bei der Entsperrung des Handys oder der Passkontrolle am Flughafen. Die interdisziplinäre Studie im Auftrag von TA-SWISS soll Chancen und Risiken solcher Technologien bestimmen und zukünftige Anwendungsfelder aufzeigen. Außerdem beschäftigt sich das Projekt mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung und den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Das Potenzial von Wasserstoff für die Dekarbonisierung der EU-Industrie

Angesichts des enormen Potenzials der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wird die Erzeugung von grünem Wasserstoff, d. h. die Nutzung von erneuerbarem Strom für die Herstellung von Wasserstoff durch Wasserelektrolyse, als vielversprechende Option für die Dekarbonisierung der EU-Industrie angesehen, insbesondere für die schwer zu dekarbonisierenden energieintensiven Sektoren. Dies hat jedoch enorme wirtschaftliche Auswirkungen auf den derzeitigen Bestand an Produktionstechnologien, das Energiesystem und die Betriebskosten. Die erforderliche Infrastruktur ist ein weiterer Aspekt, der noch nicht geklärt ist. Diese STOA-Studie nimmt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im Hinblick auf die Umsetzung der EU-Wasserstoffstrategie vor und zeigt politische Optionen zur Schließung der Lücken in der derzeitigen Politiklandschaft auf.

Umgang mit Deepfakes

Dass Medien manipuliert werden können, ist nicht neu. Deepfakes jedoch nutzen Methoden des maschinellen Lernens bzw. der künstlichen Intelligenz (KI), um Fälschungen weitgehend autonom zu erzeugen. Mittels Literaturanalysen und Experteninterviews zielt dieses STOA-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Rathenau Institut, dem Karlsruher Institut für Technologie und dem Technology Centre CAS darauf ab, Optionen zum Umgang mit der Technologie aufzuzeigen. Dabei geht es um künftige Anwendungsszenarien und ihre ökonomischen, sozialen, ethischen und rechtlichen Auswirkungen.

Weiße Biotechnologie – Stand und Perspektiven der industriellen Biotechnologie für nachhaltiges Wirtschaften

In der »weißen« oder auch industriellen Biotechnologie werden industrielle Produktionsprozesse betrieben, die auf den Stoffwechselleistungen von Organismen (meist Bakterien oder Pilze) beruhen. Sie katalysieren die Umwandlung des Rohstoffs Biomasse in das jeweilige Zielprodukt. Die Nutzung von Biomasse als regenerativer industrieller Rohstoff soll langfristig fossile Rohstoffe ersetzen und damit zum Klimaschutz beitragen. Für das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) hat das Fraunhofer ISI einen Überblick über Verfahren, Anwendungen und ökonomische Perspektiven der industriellen Biotechnologie erarbeitet.

Publikationen