Wie gut ist Deutschland bei der KI-Forschung aufgestellt?

Forschungsfragen

  • Was zeichnet die deutsche KI-Landschaft und der KI-Forschungspolitik im internationalen Vergleich aus?
  • Welche Rahmenbedingungen braucht KI?
  • Wie effektiv sind die staatlichen Programme zur Förderung von KI?
  • Welche Effekte hat KI in den Branchen und für Wirtschaftsregionen?
  • Wie kann man KI-Impacts messen? (Bibliometrie, Patentanalysen, netzbasierte Methoden)
     

Projekte

Beiträge zur Studie der EU zu den strategischen digitalen Technologien für das nächste Forschungsrahmenprogramm (Study on the EU’s strategic digital technologies for EU R&I Investments)

Für die Studie der EU lieferten Wissenschaftler:innen des Fraunhofer ISI Expert:innen-Beiträge zu den Themen Künstliche Intelligenz, Advanced Computing, Data Analytics, Robotik und Cybersecurity. Zur Bestimmung der Performance Europas in diesen High-Tech-Feldern wurden bibliometrische und Patentanalysen durchgeführt und Einschätzungen im Hinblick auf Stärken und Schwächen geliefert. 

Wege zur Stärkung der Forschung und Anwendung künstlicher Intelligenz in Europa. Schwerpunktstudie für die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

In dieser innovationsökonomisch ausgerichteten Studie ging es im ersten Schritt um die Erfassung und Bewertung der Leistungsfähigkeit der EU und ihrer Mitgliedsstaaten im Bereich KI und komplementärer Technologien im Vergleich mit international führenden Ländern unter Berücksichtigung der wesentlichen globalen und europäischen Unternehmen.

Im zweiten Schritt wurden Institutionen, Fördermaßnahmen und Governance-Mechanismen, die in Bezug auf KI wirksam werden, auf EU-Ebene und in ausgewählten Mitgliedsstaaten erfasst und bewertet. Im dritten Schritt wurden internationale »good practice«-Beispiele für Strategien und institutionelle Konfigurationen zur Unterstützung und Förderung von KI identifiziert und analysiert. Schließlich wurden Empfehlungen abgeleitet, wie die deutsche und europäische Politik zu einer Stärkung des KI-Standorts beitragen kann. 

KIWi  – KI-gestützte Erfassung und Wirkungsanalyse des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Ein Manko nationaler und internationaler Studien zum Wissenstransfer ist zum einen die bislang nur in Ansätzen vollständige Erfassung von beteiligten wissenschaftlichen Institutionen und zum anderen die unvollständige Erfassung der am Transfer beteiligten Unternehmen und der verschiedenen Formate des Wissenstransfers. Hier setzt das KIWi-Projekt an: Eine KI-basierte Analyse von Webseiten universitärer Forschungsgruppen sowie von Unternehmen bietet die Grundlage für eine verbesserte Analyse des Transfergeschehens.

KI-Methoden wurden außerdem eingesetzt, um die quantitative Messbarkeit des Transfers zu verbessern. Es zeigte sich, dass sich die Informationsbasis insbesondere aus der Perspektive der Unternehmen durch die Nutzung des Internets und insbesondere von Suchmaschinen in den vergangenen 15 Jahren massiv verändert hat. In einigen Branchen wie der Biotechnologie ist damit die Arbeitsteilung in der Grundlagenforschung zwischen Unternehmen und der öffentlichen Forschung neu strukturiert worden. 

Empirische Studie zum KI-Einsatz in der Produktion (KI-Readiness)

Mit Hilfe der Entwicklung einer KI-Readiness wird die Verbreitung von KI im Verarbeitenden Gewerbe gezielt analysiert. Auf Basis von repräsentativen Betriebsdaten zum Einsatz von KI-Technologien in den Industriebetrieben Baden-Württembergs und Deutschlands können somit die Ist-KI-Readiness bestimmt, Vergleiche gezogen und wesentliche Muster analysiert werden. Die Ergebnisse liefern wesentliche Handlungsfelder sowie -optionen für Akteure aus Politik und Wirtschaft mit Blick auf das Schlüsselthema KI in der Produktion.

Literatur