Wie profitieren Unternehmen von KI?

Forschungsfragen

  • Welche KI-Anwendungen gibt es für den praktischen Einsatz in Unternehmen, insbesondere in mittelständischen Unternehmen und welche Auswirkungen haben sie auf Wertschöpfung und Services?
  • Welche Geschäftsmodelle gibt es für KI-basierte Services und welche datentechnischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
  • Wie sieht eine von KI-Anwendungen geprägte Arbeitswelt der Zukunft aus?  

Projekte

Kompetenzzentrum KARL – Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird in der Gesellschaft breit diskutiert. Vor allem in Bezug auf unsere Arbeitswelt wirft KI viele Fragen auf. Aber auch unser Lernen wird durch KI beeinflusst. Mit KARL wurde in Karlsruhe eines von acht regionalen Kompetenzzentren geschaffen, um die Auswirkungen von KI auf die Themen Arbeit und Lernen mit und über KI zu untersuchen.

Ziel von KARL ist es, diese Auswirkungen greifbar zu machen. Dafür werden reale Orte des Erlebens, Ausprobierens und Erlernens errichtet und miteinander vernetzt. Gleichzeitig dienen Pilotprojekte von Unternehmen, die wissenschaftlich begleitet werden, als Inspirationsquelle für Interessierte.

Die Ergebnisse werden in den Demonstrationszentren vorgestellt, in spezifischen Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte angeboten sowie in die relevanten Studiengänge der beteiligten Hochschulen integriert. Bei allen Arbeiten in KARL steht der Mensch im Mittelpunkt. So soll ein breiter gesellschaftlicher Diskurs angestoßen werden. Die Region Karlsruhe mit dem nationalen Digital Hub für angewandte KI und dem führenden IT-Cluster in Europa bietet dafür beste Voraussetzungen.
Im Rahmen von KARL erhielten neun Forschungs- beziehungsweise Transferpartner und elf regionale Unternehmen bis 2025 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) knapp acht Millionen Euro Förderung.

KI-Weiterbildungskurs »KI in der Arbeitswelt« (im Rahmen von KARL)

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Verbundprojekts KARL bietet das Fraunhofer ISI gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie und der Hochschule Karlsruhe einen zweitägigen, modular aufgebauten Kurs »KI in der Arbeitswelt« an, in dem Unternehmen grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zu KI erwerben können.

Dabei geht es darum, die technische, organisatorische und menschenzentrierte Perspektive einer KI-Einführung in Unternehmen aufzeigen. Die Teilnehmer:innen erarbeiten am Ende der Schulung eine KI-Roadmap, die das Gelernte direkt in die weitere Vorgehensweise einfließen lässt. Die Schulung ist eine ideale Vorbereitung, um die eigenen Mitarbeiter:innen für geplante oder anstehende KI-Implementierungen fit zu machen. 

KI2Insource – KI-gestützte flexible Kompetenzentwicklung für resilienzförderliche Insourcing-Projekte

Viele deutsche Industrieunternehmen, die zuvor ausgelagerte Aufgaben wieder zurückverlagern oder die aufgrund saisonaler Spitzen ihre Produktionskapazitäten auslasten wollen, stehen vor dem Problem, dass neue Mitarbeiter:innen schnell eingearbeitet werden müssen. KI kann dabei helfen, die Kompetenz- und Lernbedarfe bei Insourcing-Projekten systematisch zu ermitteln und Einarbeitungsseminare bedarfsgerecht auszuspielen.

Im Projekt wird ein sogenanntes KI2Insource-Playbook entwickelt, bei dem KI-gestützte Tools auf Grundlage existierender KI-Modelle konzipiert und erprobt werden, um die Unternehmen dabei zu unterstützen, die erforderlichen Kompetenzen flexibel, individualisiert, niedrigschwellig und effizient zu vermitteln. Die Inhalte werden in vier spezifischen Anwendungsszenarien bei mittelständischen Industrieunternehmen erprobt. Diese umfassen wissensintensive Entwicklungstätigkeiten sowie komplexe Montage- und Verpackungstätigkeiten. Darüber hinaus werden die Auswirkungen des Insourcings auf die Resilienz produzierender Unternehmen untersucht.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms »Zukunft der Arbeit« durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Empirische Studie zum KI-Einsatz in der Produktion (KI-Readiness)

Mit Hilfe der Entwicklung einer KI-Readiness wird die Verbreitung von KI im Verarbeitenden Gewerbe gezielt analysiert. Auf Basis von repräsentativen Betriebsdaten zum Einsatz von KI-Technologien in den Industriebetrieben Baden-Württembergs und Deutschlands können somit die Ist-KI-Readiness bestimmt, Vergleiche gezogen und wesentliche Muster analysiert werden. Die Ergebnisse liefern wesentliche Handlungsfelder sowie -optionen für Akteure aus Politik und Wirtschaft mit Blick auf das Schlüsselthema KI in der Produktion.