Im Vorhaben wird untersucht, wie die Bereitschaft der Stakeholder zu freiwilligen Maßnahmen zum Schutz der Gewässer vor Spurenstoffeinträgen erhöht werden kann. Dazu sind zunächst die Rahmenbedingungen für den Erfolg freiwilliger Maßnahmen zu untersuchen und entsprechende Kriterien festzulegen. Die Chancen freiwilliger Maßnahmen sollen anhand konkreter Beispiele identifiziert werden. Gleichzeitig werden die Grenzen freiwilliger Maßnahmen herausgearbeitet und damit aufgezeigt, wo weitergehende Anstrengungen notwendig sind. Dabei soll auch erörtert werden, wann gesetzliche Reglungen zielführender wären als freiwillige Maßnahmen, um Spurenstoffeinträge zu reduzieren. Ein weiterer Baustein des Projekts besteht darin, Instrumente zu entwickeln, die für die Thematik Spurenstoffe in Gewässer sensibilisieren. Das Bewusstsein der beteiligten Akteure sowie der Bürger:innen soll somit erhöht werden.
Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird eine Handlungsempfehlung erstellt. Daraus soll hervorgehen, unter welchen Bedingungen freiwillige Maßnahmen effektiv sind und wie die Bereitschaft zur Teilnahme an solchen Maßnahmen gesteigert werden kann. Hierbei können unterschiedliche Stakeholder wie beteiligte Unternehmen in der Herstellung bzw. Formulierung von Stoffen, spezifische Berufsgruppen, Wasser- und Abwasserverbände, Umweltverbände oder auch der Verbraucherschutz und Bürger:innen mit einbezogen werden.
Das Vorhaben steht in engem Bezug zu Aktivitäten auf europäischer Ebene zur Vermeidung von Schadstoffbelastungen für Mensch und Umwelt: Die Europäische Kommission legte dazu im Rahmen des Europäischen Grünen Deals den Null-Schadstoff-Aktionsplan und die Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit vor.