Projekt

CACTUS - Consolidating Ambitious Climate Targets with end-Use Sufficiency

CACTUS ist ein Projekt zur Energiesuffizienz und deren Integration in Klima- und Energiestrategien im mittel- und osteuropäischen Kontext. Das Projekt zielt darauf ab, wichtige Szenarioentwickler, politische Entscheidungsträger sowie Akteure aus dem Klima- und Energiebereich für das Thema Energiesuffizienz zu sensibilisieren und Integration von Suffizienz in ungarische und litauische Szenariomodelle zu untersuchen.

CACTUS ist Teil der Europäischen Klimainitiative (EUKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Das übergeordnete Ziel der EUKI ist die Förderung der Klimakooperation innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Senkung der Treibhausgasemissionen.

In den vergangenen Jahrzehnten war eines der vorrangigen Ziele in den mittel- und osteuropäischen (MOE-)Ländern, das durchschnittliche Entwicklungsniveau der anderen EU-Mitgliedstaaten zu erreichen. Dies ist – wie am BIP pro Kopf in Kaufkraftstandards gemessen – teilweise gelungen. Bis heute konzentriert sich die Energiepolitik in der MOE-Region vor allem auf die Senkung der Energiepreise zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Bekämpfung der Energiearmut, anstatt strukturelle Veränderungen hin zu mehr Effizienz anzustreben und notwendigen Verhaltensänderungen zur Vermeidung von Rebound-Effekten Rechnung zu tragen. Die Bemühungen um Energieeffizienz waren nicht strukturell genug, um neuen Verbrauchstrends entgegenzuwirken, was in einigen Sektoren zu einem Anstieg des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen führte. In beiden Zielländern dieses Projekts, Ungarn und Litauen, besteht nach wie vor ein Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Energieverbrauchsmustern und Treibhausgasemissionen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit substanzieller Maßnahmen zur Steuerung der Energienachfrage in diesen Ländern, um das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch und den Treibhausgasemissionen zu entkoppeln. Zusammen mit Energieeffizienz und dem Ausbau erneuerbarer Energien ist die Energiesuffizienz ein wesentlicher Faktor für die Erreichung der Klimaziele und die Gewährleistung der Energiesicherheit.

 

Das Projekt zielt darauf ab, die Klimaschutzmaßnahmen in den mittel- und osteuropäischen Ländern zu stärken, indem die Einbeziehung des Konzepts der Energiesuffizienz in nationale Szenarien und Strategien gefördert wird. Angesichts des steigenden Energieverbrauchs und der zunehmenden Treibhausgasemissionen in dieser Region ist es von entscheidender Bedeutung, Möglichkeiten zu untersuchen, wie der Energiebedarf über Maßnahmen zur Energieeffizienz hinaus weiter gesenkt werden kann.

Im Rahmen eines fachlichen Dialogs und durch Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau untersuchten Expert:innen der Partnerorganisationen das Potenzial für Energiesuffizienz im Verkehrs- und Gebäudesektor in den Zielländern Ungarn und Litauen sowie dessen Einbindung in Szenariomodelle und bestehende nationale Klima- und Energiestrategien. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für einen Dialog mit wichtigen politischen Entscheidungsträgern in den betreffenden Ländern sowie mit europäischen Experten auf diesem Gebiet.

Laufzeit

Juli 2020 bis Juni 2022

Auftraggeber

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partner

négaWatt Association (Frankreich)

Die négaWatt Association ist ein nicht-staatlicher französischer Thinktank, der sich für eine ambitionierte Energiewende einsetzt..

LEI Lithuanian Energy Insitute (Litauen)

LEI ist ein international anerkanntes Kompetenzzentrum für Forschung, Entwicklung und Innovation im Energiebereich.

REKK Foundation (Ungarn)

Die REKK-Stiftung für regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Energieinfrastruktur wurde 2016 von Forschern des regionalen Zentrums für energiepolitische Forschung in Ungarn gegründet, um den Aufbau nachhaltiger Energiesysteme in Mitteleuropa zu fördern.