»Managing Uncertainty«: Wie gelingt die digitale Transformation trotz großer Unsicherheiten?

4.7.2018

Die DLD-Campus-Konferenz setzte sich am 3. Juli in Karlsruhe mit der digitalen Transformation auseinander. In ihrem Impulsvortrag befasste sich Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Institutsleiterin des Fraunhofer ISI und Inhaberin des Lehrstuhls Innovations- und TechnologieManagement iTM am KIT, mit dem Thema Unsicherheit im Kontext der Digitalisierung und erörterte, wie damit am besten umzugehen ist.

In ihrem Impulsvortrag »Die Zukunft im Blick« erörterte Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, wie sich Unsicherheiten im Hinblick auf Zukunftsentscheidungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik minimieren lassen. Um diesen Prozess gezielt zu steuern, brauche es zunächst eine Analyse des gesellschaftlichen und technologischen Wandels und die Entwicklung von Zukunftsbildern. Daraus ließen sich Szenarien ableiten, die Raum für neue Strategien geben und eine gute Basis für komplexe Entscheidungen darstellen.

»Wir alle sollten uns stärker mit strategischen Zukunftsfragen auseinandersetzen«, plädierte Univ.-Prof. Dr. Weissenberger-Eibl in ihrem Vortrag bei der DLD-Campus-Konferenz. »Vor allem Entscheidern in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft rate ich zu strukturierten Foresight-Prozessen. Auf diese Weise können wir mit den richtigen Tools rechtzeitig auf technologische, ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen reagieren. Zukünftige Trends sind so früher erkennbar, lassen sich in Unternehmensstrategien integrieren und böse Überraschungen durch völlig unvorhergesehene Entwicklungen vermeiden. Kurzum: Deutschland wäre insgesamt gesehen deutlich besser auf die digitale Transformation vorbereitet.«

Das internationale Konferenzformat DLD (Digital Life Design) versammelt seit 2005 Vordenkerinnen und Vordenker aus der Digitalwirtschaft zu einem interdisziplinären Austausch mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus Unternehmen, Politik, Finanzen, Wissenschaft, Journalismus und Kunst. Das neue Format DLD-Campus widmet sich insbesondere der Förderung und Stärkung sowie dem inhaltlichen Austausch zu Digitalisierungsthemen auf der regionalen Ebene. Das Zusammenspiel aus regionalen Vorreitern in der Wirtschaft, einer herausragenden Universität/Hochschule und dem internationalen DLD-Netzwerk zielt darauf, Stärken des jeweiligen Veranstaltungsorts zu präsentieren und durch die Vernetzung mit relevanten Akteuren aus anderen Kontexten neue Impulse zu ermöglichen.

Weitere Informationen zur DLD-Konferenz am 3. Juli 2018 im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe sind auf der Webseite http://dld-conference.com/DLDCampusKarlsruhe18 zu finden.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der fundierten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.