Institutsleiterin des Fraunhofer ISI begleitet Netzwerk »women&healthcare« mit einer Keynote

30.5.2018

Mit einem Vortrag über disruptive Technologien im Gesundheitswesen eröffnete Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer ISI sowie Inhaberin des Lehrstuhls Innovations- und TechnologieManagement iTM am KIT, gestern das Treffen des Netzwerks »women&healthcare«.

Das »women&healthcare – Frauennetzwerk für Branchenwissen und Karriere« wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH initiiert. Das sechste Netzwerktreffen fand gestern in Frankfurt am Main statt und stand unter dem Thema »Neue Horizonte – Neue Wege in der Gesundheitswirtschaft«. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war Blockchain.

Die Innovationsforscherin Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl gab in ihrem Impulsvortrag eine Einführung in das Thema. Dafür schöpfte sie aus ihrer Expertise als Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI sowie als Inhaberin des Lehrstuhls Innovations- und TechnologieManagement iTM am Institut für Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation (ENTECHNON) am Karlsruher Institut für Technologie KIT.

In ihrem Vortrag zeigte sie auf, wie Innovationen entstehen und wie disruptive Technologien das Potenzial haben, bestehende Technologien zu verdrängen. Um sich nicht von neuen Entwicklungen überraschen zu lassen, sondern diese möglichst gewinnbringend einzusetzen, brauche es gute Unternehmens- und Innovationspolitik sowie ein effektives Innovationsmanagement.

Dies sei auch für die Gesundheitswirtschaft essenziell, so Univ.-Prof. Dr. Weissenberger-Eibl. Disruptive Technologien brächten Herausforderungen und Chancen mit sich: Auf der einen Seite erforderten sie den kostenintensiven Aufbau technischer Infrastruktur, auf der anderen Seite erlaubten sie neue Synergien zwischen Akteuren und ermöglichten dadurch missionsorientierte Forschung zur Umsetzung von lange angestrebten Zielen wie beispielsweise den elektronischen Patientenakten.

Hier schlug Univ.-Prof. Dr. Weissenberger-Eibl den Bogen zum Blockchain-Schwerpunkt der Veranstaltung: »Die Blockchain-Technologie kann das neue Betriebssystem der Gesundheitswirtschaft werden – aber nur, wenn sie entsprechend der besonderen Bedürfnisse der Branche aktiv und von Beginn an mitgestaltet wird. Die enorme Komplexität erfordert die Zusammenarbeit aller Akteure.«

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der fundierten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.