Innovationstrends, Technologiesouveränität und Wissenschaftsforschung

Das Geschäftsfeld Innovationstrends, Technologiesouveränität, Wissenschaftsforschung befasst sich mit der Erfassung thematischer Entwicklungstrends im Innovationssystem, um empirisch belastbare Erkenntnisse für politische Entscheidungsprozesse zur strategischen Schwerpunktsetzung im Technologiebereich zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig befasst es sich vor dem Hintergrund geopolitisch zunehmend konfliktiver Entwicklung mit der Identifizierung strategischer Abhängigkeiten und der Frage welche Kapazitäten und Kompetenzcluster in Deutschland und Europa gestärkt werden müssen, um technologische Souveränität zu gewährleisten. 

Mittels etablierter und neu entwickelter Methoden wird nachgewiesen, welche Aktivitäten in Wissenschaft und Wirtschaft zurzeit an Bedeutung gewinnen, in welchen internationalen Abhängigkeitsbezügen deutsche und europäische Akteure dabei stehen bzw. wie sie aktiv an der Gestaltung sich neu entwickelnder Märkte mitarbeiten können. Im Zentrum steht hierbei unter anderem die Bewertung von Beiträgen, die wissenschaftliche und wirtschaftliche Akteure zu staatlich formulierten Zielsetzungen im Bereich der strategischen Autonomie leisten können. 

Einen weiteren zentralen Schwerpunkt findet die Arbeit des Geschäftsfelds in der empirischen Wissenschaftsforschung, Analysen zur Hochschulgovernance sowie der Analyse von Kooperationsbeziehungen unterschiedlicher Akteure auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Auf dieser Grundlage leistet es Beiträge zu Diskussionen und Politikgestaltung im Bereich der Kooperation Wissenschaft – Wirtschaft, der internationalen Zusammenarbeit sowie der Entwicklung evidenzbasierter Wirkungsmodelle im Bereich der Impact-Forschung.

Im Mittelpunkt der Methodenentwicklung steht die theoretisch fundierte Operationalisierung diesbezüglich relevanter Fragestellungen, um diese quantitativ messbar und als Grundlage evidenzbasierter Entscheidungen verfügbar zu machen. Hierbei liegt ein Schwerpunkt im Bereich der wissenschaftlich validen, LLM gestützten Analyse von Texten sowie weiterer quantitativer Datenquellen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung quantitativer Indikatoren zur Bewertung der Leistungsfähigkeit von Wissenschaftssystemen sowie der technologischen Souveränität von Volkswirtschaften und ihrer Positionierung im internationalen Kooperationsumfeld. Im Rahmen der Gesamtstrategie der Abteilung Innovations- und Wissensökonomie leistet es einen zentralen Beitrag durch die empirische Einordnung ökonomischer Aktivitäten und Trends in ihren gesellschaftlichen und geopolitischen Kontext.