Projekt

Studie zu Anforderungen an den biobasierten und sonstigen nicht-fossilen Anteil von Produkten (BioTargets)

Die Bioökonomie leistet wesentliche Beiträge zum Erhalt der industriellen Führungsrolle der EU und zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit. Die Bioökonomie kann die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Gleichzeitig trägt sie zur Kreislaufwirtschaft bei und unterstützt nachhaltigere Produktionsweisen und Konsummuster.

Die Europäische Kommission hat mehrere Initiativen ins Leben gerufen, die dazu beitragen sollen, das volle Potenzial der Biotechnologie und der Bioökonomie auszuschöpfen, darunter die Möglichkeit, Mindestanforderungen an den biobasierten Anteil in bestimmten Produktkategorien und im öffentlichen Beschaffungswesen festzulegen, um die Nachfrage und die Marktakzeptanz von biobasierten Produkten zu fördern. Mit dem Ziel, die Arbeit der Kommission zur Förderung der Akzeptanz biobasierter und nicht aus fossilen Brennstoffen hergestellter Produkte zu begleiten und zu unterstützen, um die Produktion in der EU und die Leitmärkte zu fördern, hat die GD GROW eine Studie bei einem Team unter der Leitung des Fraunhofer ISI in Auftrag gegeben.

Die Ziele der Studie sind:

  • Bereitstellung einer soliden Wissensbasis über den aktuellen Stand der biobasierten Industrien, Märkte und Rahmenbedingungen in der EU für die relevanten Rohstoffe und Produktgruppen
  • Identifizierung von Produktgruppen mit ausreichendem Potenzial zur Steigerung der Nutzung von Biomasse und nicht-fossilen Rohstoffen
  • Identifizierung und Charakterisierung von Optionen für die Festlegung von Anforderungen an den [Mindest-]Anteil biobasierter Inhaltsstoffe und anderer alternativer Anforderungen oder Anreize für den Anteil non-virgin-fossiler Inhaltsstoffe in diesen Produktgruppen
  • Analyse der Durchführbarkeit, Effizienz und effektivsten Nutzung verschiedener Optionen
  • Durchführung einer Folgenabschätzung verschiedener Optionen
  • Ableitung politischer Empfehlungen zu durchführbaren, effizienten und wirksamen politischen Optionen und geeigneten Kombinationen politischer Maßnahmen
  • Bereitstellung eines maßgeschneiderten, erprobten und iterativ verbesserten methodischen Ansatz zur Unterstützung von Folgenabschätzungen in künftigen Rechtsvorschriften in diesem Sektor

  • Dr. Sven Wydra (principal investigator)
  • Dr. Bärbel Hüsing
  • Gabriel Däßler
  • Hartmut Welck
  • Dr. Piret Fischer
  • Dr. Andrea Herbst
  • Dr. Thurid Meta Lotz
  • Simon Lukas Bußmann
  • Jana Hack
  • Dr. Robin Barkhausen
  • Vanessa Schindler
  • Dr. Sabine Langkau
  • Dr. Ann Wahu Kamamia

Laufzeit

11/2025 – 11/2026

Auftraggeber

European Commission
DG Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs
GROW F: Chemicals, Bioeconomy and Retail
F2: Bioeconomy, Chemicals & Cosmetics
Brussels, Belgium