Mit quantitativen Modellen und Simulationen analysieren wir Transformationspfade, Marktentwicklungen und Politikfolgen im Mobilitätssektor. Dazu gehören verkehrsbezogene, makroökonomische und agentenbasierte Modelle wie ASTRA, ISI-Makro und MATISSE. Sie helfen uns, Veränderungen in Verkehrsnachfragen, Emissionen, Fahrzeugflotten, Investitionen und wirtschaftlichen Wirkungen systematisch zu untersuchen. So können wir politische Instrumente, technologische Innovationen und langfristige Entwicklungen quantitativ bewerten und ihre Wechselwirkungen sichtbar machen.
ASTRA
ASTRA ist ein systemdynamisches und integriertes Modell für strategische Analysen im Verkehrssektor. Es simuliert dabei detailliert zukünftige Entwicklungen im Personen- und Güterverkehr auf Basis von makroökonomischen, technologischen und sozialen Entwicklungen. Damit lassen sich Politikinstrumente, Markthochläufe und Transformationspfade in Ein-Jahres-Schritten bis 2050 simulieren. Das Modell bildet unter anderem den Modal Split im Personen- und Güterverkehr auf regionaler Ebene, die Fahrleistungen, die Antriebswahl bei Fahrzeugflotten sowie daraus resultierend den Energieverbrauch nach Energieträgern und die Treibhausgasemissionen ab. Es eignet sich besonders für die Abschätzung von Maßnahmenbündeln und deren Wirkungen auf Verkehr, Umwelt und Wirtschaft.
ISI-Makro
Mit ISI-Makro analysieren wir die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen von Transformationen und politischen Maßnahmen. Das Modell hilft dabei, Wechselwirkungen zwischen Mobilität, Energie, Wirtschaft und Beschäftigung zu untersuchen. So können wir abschätzen, wie sich Investitionen, Regulierung oder technologische Veränderungen auf verschiedene Wirtschaftsbereiche auswirken. ISI-Makro eignet sich besonders für makroökonomische Einordnungen und für die Bewertung von Politikmaßnahmen im größeren wirtschaftlichen Kontext.
MATISSE
MATISSE ist ein agentenbasiertes Simulationsmodell für technologische Transformationsprozesse, insbesondere in der Schifffahrt. Es untersucht langfristige Emissionsminderungspfade, Technologieentscheidungen und Investitionen in alternative Kraftstoffe und Antriebssysteme. Dabei werden ökonomische Faktoren, Infrastrukturbedarfe und regulatorische Rahmenbedingungen gemeinsam betrachtet. Das Modell eignet sich, um Übergänge zu klimaverträglichen Technologien zu analysieren und Entwicklungspfade in schwer zu dekarbonisierenden Sektoren besser zu verstehen.