Projekt

Operationalisation of Open Strategic Autonomy in the context of industrial innovation

Angesichts sich verschärfender geopolitischer Spannungen und der mit diesen verbundenen Risiken und Unsicherheiten wurden sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren nicht nur zentrale Vorrausetzungen der vormaligen Welthandelsordnung, sondern auch wichtige Rahmenbedingen der globalen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Innovation maßgeblich verändert. Angesichts ökonomischer, aber auch zunehmend klassisch politischer Rivalitäten wurde offenbar, dass die vormals in fast allen Kooperationen angenommenen Sicherheiten nicht in allen Fällen tatsächlich bestehen. Vor diesem Hintergrund hat sich eine dynamische Debatte um technologische Souveränität und strategische Autonomie entwickelt, ohne dass hieraus bereits eine hinreichende Klärung der Begriffe bzw. die Entwicklung geeigneter Messkonzepte erfolgt wäre.

Anknüpfend an den Arbeiten von Edler et al. (2020, 2021, 2023) wird zu Beginn des Projektes eine Literaturanalyse durchgeführt, um mittels einer zusammenfassenden Darstellung einerseits zentrale Begriffe zu klären und andererseits nähere Betrachtungen zum Tatbestand der Krtikalität von Technologien durchzuführen.

In Folge wird eine Methodik (Indexberechnung) zur empirischen Erfassung von Autonomie und Souveränität in sowohl wirtschaftlicher als auch technologischer Hinsicht entwickelt. Bezugspunkt ist hierbei der Europäische Union, betrachtet werden allein Abhängigkeiten außerhalb des Binnenmarktes.

 

Der entwickelte Index basiert auf differenzierten Mikrodatenauswertungen von Patent-, Handels- und Produktionsstatistiken.

 

Laufzeit

01.2023-10.2023

Auftraggeber

European Commission, JRC Seville