V2XPLORE

V2XPLORE – Potenziale bidirektionaler Nutzfahrzeuge für Unternehmen, Netz und Energiesystem

Das Projekt V2XPLORE untersucht das Potenzial von Elektrofahrzeugen als mobile Speicher, die bidirektional geladen werden können (Vehicle-to-X, V2X). Dabei vergleichen und analysieren wir verschiedene Anwendungen, um das Zusammenspiel der beteiligten Ebenen besser zu verstehen.

Ziel von V2XPLORE ist es, die Potenziale und Auswirkungen des bidirektionalen Ladens auf unterschiedlichen Ebenen und für unterschiedliche Akteure, einzeln und im Zusammenspiel, und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Fahrzeugklassen (Pkw, Lkw, Busse), besser zu verstehen. Konkret sollen die Akteure und Einnahmequellen identifiziert werden, Erlöse und Kosten durch bzw. von V2X auf Einzelebene und in einer integrierten Gesamtsicht ermittelt und Handlungsempfehlungen für die verschiedenen beteiligten Akteure abgeleitet werden. Dabei adressieren wir die folgenden Fragen:

  • Auf welcher Ebene – Unternehmen, Netz oder Markt - und für welche Akteure ist der Nutzen von V2X am größten?
  • Wie können die relevanten Akteure (finanziell) unterstützt werden?
  • Welche Hemmnisse bestehen und welche nächsten Schritte sind aus Systemsicht erforderlich? 

 

Im Rahmen von V2Xplore betrachten wir drei zentrale Ebenen, für welche wir den Einsatz von V2X einzeln und im Zusammenspiel analysieren:

  • Nutzerebene (Haushalte und Unternehmen)
  • Verteilnetzebene (unterschiedliche Verteilnetztypen)
  • Systemebene (das deutsche Energiesystem als Ganzes)

Jede dieser Ebenen betrifft verschiedene Akteure, darunter Haushalte, Fuhrparkbetreiber, Verteilnetzbetriebe und politische Entscheidungsträger im Regulierungsbereich. Mögliche Erträge ergeben sich aus verschiedenen Anwendungsfällen wie der PV-Eigenverbrauchsoptimierung, der optimierten Beschaffung von Energie über dynamische Preise oder der Bereitstellung von Regelleistung, welche unterschiedlichen Ebenen zugutekommen können.

Methodisch verwenden wir drei bestehende Modelle (ALADIN für die Nutzerebene, EVaTar für die Verteilnetzebene, Enertile für das Gesamtenergiesystem), welche wir im Rahmen des Projektes weiterentwickeln und miteinander verknüpfen.

Um einen direkten Praxisbezug herzustellen wurde ein Begleitkreis eingerichtet, mit dem Projektergebnisse fortlaufend diskutiert werden. Außerdem werden im Rahmen des Projekts drei Case Studies mit Praxispartnern durchgeführt, um konkrete wirtschaftliche und technische Fragestellungen zu untersuchen.

 

Laufzeit

von 01.12.2025 bis 30.11.2028 

Auftraggeber

  • Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Partner

  • Fraunhofer ISI (Konsortialführer)
  • Fraunhofer IEG
  • Hochschule Kempten