Projekt

Design and implementation of ‘Industrial Decarbonisation Bank’

Um die EU-Klimaziele für 2040 und 2050 zu erreichen, sind umfangreiche Investitionen in die Dekarbonisierung aller energie- und emissionsintensiven Industriebranchen erforderlich. CO₂-Preissignale aus dem EU-Emissionshandel allein reichen für diese Investitionen nicht aus, sodass gezielte öffentliche Förderinstrumente weiterhin erforderlich sind, um Risiken zu reduzieren und privates Kapital zu mobilisieren.

Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission im Rahmen des „Clean Industrial Deal“ die „Industrial Decarbonisation Bank“ angekündigt. Das Projekt unterstützt die DG CLIMA bei der konzeptionellen Ausgestaltung dieses neuen EU-weiten Förderinstruments. Das von Fraunhofer ISI geleitete Konsortium unterstützt mit wissenschaftlich fundierter Expertise bei der Auswahl geeigneter Fördermechanismen, der Ausarbeitung der rechtlichen und Governance-Struktur und der Entwicklung des ersten Förderinstruments. Ziel ist es, eine effiziente, wettbewerbliche und koordinierte Förderarchitektur zu schaffen, die die industrielle Dekarbonisierung beschleunigt und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit sichert.

 

Die europäischen Klimaziele für 2040 und 2050 erfordern einen tiefgreifenden Umbau energie- und emissionsintensiver Industrien. Für viele Schlüsseltechnologien sind die notwendigen Investitionen kapitalintensiv, langfristig gebunden und mit erheblichen Markt- und Preisrisiken verbunden. Gleichzeitig stehen Industrieunternehmen unter starkem internationalem Wettbewerbsdruck, was die Umsetzung großskaliger Dekarbonisierungsprojekte zusätzlich erschwert.

Der EU-Emissionshandel setzt einen zentralen ökonomischen Anreiz zur Emissionsminderung, reicht jedoch in den meisten Fällen allein nicht aus, um rentable Geschäftsmodelle mit neuen industriellen Dekarbonisierungstechnologien zu ermöglichen. Ergänzende regulatorische Maßnahmen entfalten ihre Wirkung oft erst mit zeitlicher Verzögerung. Ohne zusätzliche, gezielt ausgestaltete Förderinstrumente besteht daher die Gefahr, dass die Klimaziele aufgrund von Investitionsmangel, Standortverlagerungen oder dem Verlust industrieller Wertschöpfung innerhalb der EU nicht erreicht werden.

Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission im Rahmen des „Clean Industrial Deal“ die „Industrial Decarbonisation Bank“ angekündigt. Diese soll bestehende EU-Förderinstrumente ergänzen, erhebliche Finanzierungsvolumina mobilisieren und unterschiedliche Fördermechanismen – etwa wettbewerbliche Verfahren oder Carbon Contracts for Difference – bündeln. Ziel ist es, industrielle Dekarbonisierungsinvestitionen EU-weit effizient zu unterstützen, privates Kapital zu mobilisieren und gleichzeitig Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Mitgliedstaaten zu begrenzen.

 

 

Ziel des Projekts ist es, die Europäische Kommission (DG CLIMA) bei der Ausgestaltung, rechtlichen Verankerung und operativen Vorbereitung der „Industrial Decarbonisation Bank” zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines wirksamen und EU-weit kohärenten Förderrahmens, der Investitionen in industrielle Dekarbonisierung ermöglicht, privates Kapital mobilisiert und gleichzeitig die wirtschaftliche Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie sicherstellt.

Methodisch verbindet das Projekt ökonomische Analysen, vergleichende Bewertungen bestehender Förderinstrumente und die Ausarbeitung konkreter Gestaltungsoptionen für Fördermechanismen. Dazu zählen insbesondere wettbewerbliche Verfahren, Carbon Contracts for Difference und weitere risikoabsichernde Instrumente, die sich für großskalige industrielle Anwendungen eignen.

Aufbauend darauf unterstützt das Projekt die Kommission bei der Konzeption der Governance- und Rechtsstruktur der Bank sowie bei der Entwicklung des ersten Förderinstruments. Dies umfasst auch die Einbindung der Mitgliedstaaten, die Abstimmung mit bestehenden EU-Förderprogrammen und den strukturierten Austausch mit relevanten Stakeholdern, um eine praktikable, skalierbare und rechtssichere Umsetzung vorzubereiten.

 

Das Projekt läuft noch, weshalb es keine Ergebnisse gibt, die veröffentlicht werden können.

Laufzeit

von September 2025 bis August 2027

Auftraggeber

  • Europäische Kommission (DG Climate Action)

Partner

  • Becker Büttner Held (BBH), Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater
  • Guidehouse
  • ICF International (ICFI)