Die Energiewende hat die Modernisierung der europäischen Wirtschaft vorangetrieben, nachhaltiges Wirtschaftswachstum gefördert und den europäischen Bürgern erhebliche gesellschaftliche und ökologische Vorteile gebracht. Die EU ist im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg, ihre Ziele in den Bereichen Treibhausgasemissionen, erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu erreichen. Für 2030 wurden ehrgeizige Ziele für erneuerbare Energien und Energieeffizienz festgelegt, und es wurden neue Vorschriften erlassen, um sicherzustellen, dass diese Ziele auf kosteneffiziente Weise erreicht werden, wobei die Energiepreise wettbewerbsfähig bleiben und das hohe Versorgungssicherheitsniveau in der EU gewahrt wird.
Die Ziele für 2030 sind jedoch nur Zwischenziele – sie unterstützen die EU dabei, auf Kurs zu kommen, um ihre Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Abkommens zu erfüllen. Die langfristige Strategie der Kommission umfasst die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, die erforderlich sind, um den Übergang zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, und der Europäische Grüne Deal zielt darauf ab, die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent weiter zu senken.
Damit die EU das Tempo der Energiewende beibehalten oder sogar steigern kann, ist es notwendig, über die „herkömmliche“ Sichtweise und den Energiesektor hinaus auf andere Trends, wissenschaftliche Erkenntnisse und Sektoren zu blicken und den Horizont nach (potenziell) relevanten Technologien und Innovationen abzusuchen, die zur Energiewende beitragen können. Eine multidisziplinäre und sektorübergreifende Beobachtung, Analyse und Debatte über neue Technologien und Innovationen ist erforderlich, um angemessene politische Maßnahmen zur Unterstützung der Energiewende sicherzustellen und in die strukturellen Dialoge mit den Interessengruppen (z. B. über Energiemarktregelungen, Infrastruktur, Forschung und Innovation) einfließen zu lassen.