Projekt

EnTEC

Gegenstand des Auftrags ist die Einrichtung eines interdisziplinären Kompetenzzentrums für die Energiewende (EnTEC), das Fachwissen zur Analyse und Begleitung der Transformationsprozesse im Rahmen der Energiewende in der EU bereitstellt.

Das Ziel des EnTEC-Forschungszentrums besteht darin, die Europäische Kommission über wichtige Themen der Energiewende zu informieren und die Auswirkungen auf andere Sektoren sowie die Wechselwirkungen mit diesen zu analysieren. Das übergeordnete Ziel ist es, einen Beitrag zu den Zielen des Europäischen Green Deals zu leisten und weitere wichtige Forschungs- und Innovationsprioritäten festzulegen.

Die Energiewende hat die Modernisierung der europäischen Wirtschaft vorangetrieben, nachhaltiges Wirtschaftswachstum gefördert und den europäischen Bürgern erhebliche gesellschaftliche und ökologische Vorteile gebracht. Die EU ist im Großen und Ganzen auf dem richtigen Weg, ihre Ziele in den Bereichen Treibhausgasemissionen, erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu erreichen. Für 2030 wurden ehrgeizige Ziele für erneuerbare Energien und Energieeffizienz festgelegt, und es wurden neue Vorschriften erlassen, um sicherzustellen, dass diese Ziele auf kosteneffiziente Weise erreicht werden, wobei die Energiepreise wettbewerbsfähig bleiben und das hohe Versorgungssicherheitsniveau in der EU gewahrt wird.

Die Ziele für 2030 sind jedoch nur Zwischenziele – sie unterstützen die EU dabei, auf Kurs zu kommen, um ihre Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Abkommens zu erfüllen. Die langfristige Strategie der Kommission umfasst die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, die erforderlich sind, um den Übergang zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, und der Europäische Grüne Deal zielt darauf ab, die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent weiter zu senken.

Damit die EU das Tempo der Energiewende beibehalten oder sogar steigern kann, ist es notwendig, über die „herkömmliche“ Sichtweise und den Energiesektor hinaus auf andere Trends, wissenschaftliche Erkenntnisse und Sektoren zu blicken und den Horizont nach (potenziell) relevanten Technologien und Innovationen abzusuchen, die zur Energiewende beitragen können. Eine multidisziplinäre und sektorübergreifende Beobachtung, Analyse und Debatte über neue Technologien und Innovationen ist erforderlich, um angemessene politische Maßnahmen zur Unterstützung der Energiewende sicherzustellen und in die strukturellen Dialoge mit den Interessengruppen (z. B. über Energiemarktregelungen, Infrastruktur, Forschung und Innovation) einfließen zu lassen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde ein (virtuelles) multidisziplinäres Kompetenzzentrum für die Energiewende – EnTEC – eingerichtet, das Trends bei Technologien und Innovationen beobachtet und analysiert, die für die Energiewende relevant sind, und zwar sowohl im Energiesektor als auch in anderen relevanten Bereichen, insbesondere in den Bereichen Verkehr und Mobilität, Industrie, Digitalwirtschaft sowie Städte, Haushalte und Gebäude. Die Arbeit des Zentrums steht zudem im Zusammenhang mit dem übergeordneten Ziel, eine (noch) nachhaltigere Gesellschaft zu schaffen. Darüber hinaus werden die Experten von EnTEC die Auswirkungen von Technologien und Innovationen auf die Energiewende analysieren und Empfehlungen für politische Maßnahmen geben, die die Energiewende lenken und deren Auswirkungen auf andere Sektoren sowie deren Wechselwirkungen mit anderen Politikbereichen berücksichtigen.

 

 

Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelt und wendet EnTEC einen systematischen Rahmen für die Beobachtung und Identifizierung relevanter Themen an (siehe Abbildung oben), aus denen jährlich 3–4 Themen für eine explorative oder vertiefende Analyse ausgewählt und definiert werden. Die explorativen/vertiefenden Projekte werden vom Innovation Research Team (IRES) des EnTEC und externen Experten konzipiert und durchgeführt (siehe Abbildung unten). Die Projektergebnisse werden im Rahmen von halbjährlichen Workshops diskutiert und den interessierten Stakeholdern jährlich vorgestellt.

Laufzeit

Januar 2021 - Februar 2024

Auftraggeber

Europäische Kommission