Der Weg hin zu nachhaltigen und widerstandsfähigen Städten erfordert auf vielen Ebenen neue Ansätze, so auch bei der infrastrukturellen Ausstattung. Infrastrukturen stellen die Grundversorgung einer Gesellschaft sicher und sie wirken auf Ressourcenverbrauch sowie Umwelt- und damit Lebensqualität. Durch die großen Wandelprozesse wie Klima, Demografie, technischem und gesellschaftlichem Wandel unterliegen Infrastrukturen einem hohen Anpassungsdruck. Gerade bei leitungsgebundenen, langlebigen Systemen wie den Wasserinfrastrukturen führt dies zu großen technischen und ökonomischen Herausforderungen.
Die Wasserinfrastruktur in deutschen Städten steht vor großen Herausforderungen: Der Klimawandel führt zu mehr Starkregenereignissen und veränderten Niederschlagsmustern, der demographische Wandel zu einer anderen Bevölkerungsstruktur und zunehmende Rohstoffknappheit zur Notwendigkeit, die Ressourceneffizienz zu verbessern. Die Wasserinfrastruktur muss an diese neuen Bedingungen angepasst werden.
Die Transition der Wasserinfrastrukturen hin zu resilienten, ressourcenschonenden Systemen, mit denen flexibler auf Anpassungsbedarfe reagiert werden kann, erfordert Konzepte, die sich sukzessive in den Bestand einfügen lassen. Außerdem sollten sie auch als Hybride mit konventionellen Systemkomponenten, die bestehen bleiben oder angepasst werden, kompatibel alle Aufgaben erfüllen.