Projekt

Citizen and Multi-Actor Consultation on Horizon 2020 (CIMULACT)

CIMULACT hat einen konkreten und einzigartigen Beitrag zur Forschungs- und Innovationsagenda der EU geleistet, der auf den Visionen von Bürgern aus 30 europäischen Ländern beruht.

Mehr als 1.000 Bürgerinnen und Bürger trafen sich im Winter 2015-2016 bei nationalen Visionsworkshops, wo sie ihre Träume für eine nachhaltige und wünschenswerte Zukunft zum Ausdruck brachten. Anschließend übersetzten verschiedene Akteure, darunter Bürger, Interessenvertreter, Experten und die Projektpartner, diese Visionen in 23 Vorschläge für die Themen von Horizont 2020 sowie in politische Empfehlungen. Die Ergebnisse wurden anschließend von mehr als 3.400 Personen, die online befragt wurden, validiert, ergänzt und nach Prioritäten geordnet.

Kurz gesagt, CIMULACT hat das bewiesen, dass :

  • die Visionen, Bedürfnisse und Sorgen der Bürger können in einem Format gesammelt werden, das sich leicht in Forschung und politische Empfehlungen umsetzen lässt.
  • es machbar ist, die Wissenschaft zu öffnen und das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern, Forschern und Bürgern zu verbessern
  • die Bürger in der Lage sind, konkrete und einzigartige Beiträge zur Forschungs- und Innovationsagenda der EU zu leisten
  • Bürgernahe Forschung und Politikempfehlungen visionär und innovativ und gleichzeitig eng mit den Bedürfnissen und Anliegen der Gesellschaft verbunden sind
  • das Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Forschung und der politischen Agenda  zum Aufbau von Kapazitäten beiträgt und dadurch verantwortungsvolle Forschung und Innovation (RRI) in der EU fördert

Ein Video mit Informationen zur Methodik des CIMULACT-Projekts finden Sie hier.

Alle Projektergebnisse finden Sie hier.

CIMULACT war ein dreijähriges Projekt, das von der Europäischen Kommission unter der Förderungsnummer 665948 finanziert wurde und im Juni 2015 begann und im März 2018 endete.

Zusammengefasst waren die Ziele von CIMULACT:

  • Visionen und Szenarien zu schaffen, die die gesellschaftlichen Bedürfnisse mit den erwarteten zukünftigen Fortschritten in der Wissenschaft und deren Auswirkungen auf Technologie, Gesellschaft, Umwelt usw. im Zusammenhang mit den großen Herausforderungen verbinden
  • Durch Empfehlungen und politische Optionen für F&I und simulierte Aufrufe für die Horizon2020-Arbeitsprogramme einen konkreten Beitrag zu Horizont 2020 leisten.
  • Bürger und Interessenvertreter in eine in hohem Maße in partizipatorische Debatten/Besprechungen/Prozesse über Szenarien für wünschenswerte nachhaltige Zukünfte und Forschung einzubeziehen
  • Der Aufbau von Kapazitäten für bürgerschaftliches und Multi-Akteurs-Engagement in F&I durch Entwicklung, Erprobung, Schulung und Bewertung von Methoden für das Engagement
  • Den Dialog und das gemeinsame Verständnis zwischen politischen Entscheidungsträgern, Bürgern und Interessengruppen zu erleichtern
  • Die Vorteile der bürgerorientierten Konsultationen aufzuzeigen

Das Fraunhofer ISI übernahm:

  • die Leitung des Multi-Stakeholder-Dialogs zur Umsetzung der Visionen der Bürger in gesellschaftliche Bedürfnisse und Mitgestaltung der Forschungsthemen (Arbeitspaket 2)
  • die Unterstützung der Konzeptentwicklung für die Bürger-Visioning-Workshops (AP1)
  • die Durchführung der Bürger-Visioning-Workshops in Deutschland (AP1 & AP3)
  • die Unterstützung des methodischen Lernens (AP5)

Laufzeit

07/2015 – 12/2017

Auftraggeber

European Commission

Partner

  • The Danish Board of Technology Foundation – DBT (Denmark) (Project Coordinator)
  • Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research ISI (Germany)
  • Austrian Academy of Sciences (OeAW) – Institute of Technology Assessment – ITA (Austria)
  • Missions Publiques – MP (France)
  • Strategic Design Scenarios – SDS (Belgium)
  • Technology Centre of the Academy of Sciences – TCASCR (Czech Republic)
  • Institutul de Prospectiva – PROSPECTIVA (Romania)
  • Applied Research and Communications Fund – ARC fund (Bulgaria)
  • GreenDependent Institute Nonprofit Ltd – GDI (Hungary)
  • Design Department – POLIMI (Italy)
  • Association for Science and Discovery Centres – ASDC (United Kingdom)
  • The Catalan Foundation for Research and Innovation – FCRi (Spain)
  • The Swiss Centre for Technology Assessment – TA SWISS (Switzerland)
  • The National Consumer Research Centre – NCRC (Finland)
  • Norwegian Board of Technology – NBT (Norway)
  • The Institute for Sustainable Technologies – National Research Institute – ITeE-PIB (Poland)
  • Knowledge economy forum – KEF (Lithuania)
  • Baltic Consulting (Latvia (and Estonia))
  • University College Cork – UCC (Ireland)
  • Research institute – LEI (The Netherlands)
  • MEDIATEDOMAIN – Lda (Portugal)
  • The University of Malta – UoM (Malta)
  • The Slovak Academy of Sciences – SAS (Slovakia)
  • Slovenian Business & Research Association v SBRA (Slovenia)
  • RTD TALOS LIMITED (RTD TALOS) (Cyprus)
  • 4MOTION – SOCIAL ACTOR FOR SOCIAL CHANGE (Luxemburg)
  • ODRZIVI RAZVOJ ZAJEDNICE – SUSTAINABLE COMMUNITY DEVELOPMENT – (ODRAZ) (Croatia)
  • STATENS GEOTEKNISKA INSTITUT (SGI) SWEDISH GEOTECHICAL INSTITUTE – DEPARTMENT OF LAND USE PLANNING AND CLIMATE ADAPTION (Sweden)
  • ATLANTIS SYMVOULEFTIKI ANONYMI ETAIREIA ATLANTIS CONSULTING SA (ALT) (Greece)