Projekt

Untersuchung des Ausbaus der Wasserstoffproduktion in der EU – Technische Unterstützung bei der Potenzialanalyse des Ausbaus der Wasserstoffproduktion und möglicher Engpässe innerhalb der EU sowie im Zusammenhang mit Importen in die EU.

Ziel der Studie ist, einen detaillierten Überblick über die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in der EU und in Drittländern sowohl auf Projektebene als auch auf Ebene der Mitgliedstaaten zu geben. Dies soll dazu dienen, die Fähigkeit der Mitgliedstaaten zu bewerten, einen positiven Beitrag zu den Zielen der EU in den Bereichen Energiewende und Dekarbonisierung zu leisten. Die Bewertung der Rahmenbedingungen für Wasserstoff wird in die Überprüfung des delegierten Rechtsakts 2023/1184 über erneuerbare Brennstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBOs) einfließen. Konkret befasst sich die Studie mit den RFNBO-Kriterien für die Strombeschaffung in Bezug auf Zusätzlichkeit sowie zeitliche und geografische Korrelation. Das Fraunhofer ISI leitet die Modellierung auf Projektebene, entwickelt insbesondere alternative Szenarien im Zusammenhang mit verschiedenen Politikinterventionen und analysiert Bewertungskriterien auf Projektebene, z. B. die Bankfähigkeit von Projekten, die Umweltwirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit.

 

In der Wasserstoffstrategie der EU beschreibt die Europäische Kommission ihre Vision für Wasserstoff als Energieträger in einem integrierten europäischen Energiesystem. Insbesondere in Sektoren, die nur schwer zu elektrifizieren sind, bietet erneuerbarer Wasserstoff eine strategische Chance zur Dekarbonisierung, da Emissionsminderungen in diesen Bereichen nur schwer zu erreichen sind. Die Steigerung der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff soll als Teil eines integrierten Energiesystems dazu beitragen, das Ziel der EU zu erreichen, bis 2050 klimaneutral zu werden.

 

 

Ziel dieser Studie ist es, die Europäische Kommission bei der Umsetzung und Aktualisierung des Rechtsrahmens für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff zu unterstützen. Das Projekt gibt einen detaillierten Überblick über die Wasserstoffproduktion in der EU und in Drittländern sowohl auf Projekt- als auch auf Mitgliedstaatenebene und soll deren Fähigkeit bewerten, einen positiven Beitrag zu den Zielen der EU im Bereich der Energiewende und der Dekarbonisierung zu leisten. Die Bewertung der Hindernisse für die Erreichung der europäischen Ziele für RFNBOs sowie der Ziele, welche die EU durch die Förderung der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff erreichen will, soll die Überprüfung des Rechtsrahmens für die Produktion von RFNBOs unterstützen.

 

Wasserstoffprojektedatenbank und Einbindung von Interessengruppen (Lead: ICF)

  • Überwachung und Ermittlung der wichtigsten Faktoren zur Steigerung der Wasserstoffproduktion und der Hindernisse für die Entwicklung von Wasserstoff in der EU durch Einbindung von Interessengruppen.

Modellierung auf Projektebene (Lead: Fraunhofer ISI)

  • Entwicklung alternativer Szenarien im Zusammenhang mit verschiedenen politischen Maßnahmen.
  • Analyse der Bewertungskriterien auf Projektebene, z. B. Bankfähigkeit von Projekten, Umweltwirksamkeit, Wirtschaftlichkeit.

Modellierung auf Energiesystemebene (Lead: Artelys)

  • Analyse der Veränderungen bei der Marktakzeptanz von RFNBO mit Hilfe des METIS-Tools, unter Berücksichtigung von Infrastrukturbeschränkungen und Systemdynamik.
  • Bewertung der Auswirkungen auf Systemebene im Hinblick auf Additionalität, zeitliche und geografische Korrelation, Produktionskosten, Strompreisbildung und Treibhausgasemissionen.

Erwartete Ergebnisse:

  • Verbesserung der Kenntnisse über bestehende Wasserstoffprojekte in der EU und in Drittländern.
  • Förderung des Verständnisses der Faktoren, die zum Erfolg oder Misserfolg von Wasserstoffprojekten in der EU beitragen.
  • Erweiterung der Kenntnisse über die Auswirkungen von Additionalität sowie von zeitlicher und geografischer Korrelation auf die Wasserstoffproduktion in der EU und in Drittländern.
  • Gewinnung von quantitativen Erkenntnissen über die Auswirkungen potenzieller Änderungen des Politik-Rahmens.
  • Verbesserung der Fähigkeit der Europäischen Kommission, Politik-Optionen zur Verbesserung des Rechtsrahmens für die Wasserstoffproduktion zu identifizieren.
  • Erhöhung des Verständnisses des Potenzials von Wasserstoffprojekten, einen positiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Laufzeit

von 1. April 2025 bis  31. Mai 2028

Auftraggeber

  • Europäische Kommission, DG ENER

Partner

  • ICF (lead)
  • Artelys

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