»Wir brauchen jetzt fundierte Entscheidungen für den Übergang hin zu einer zirkulären Wirtschaftsweise«

von Dr. Meta Thurid Lotz /

Dr. Meta Thurid Lotz leitet das neue Querschnittsthema Kreislaufwirtschaft am Fraunhofer ISI. In diesem Blogbeitrag beantwortet sie drei Fragen rund um ihre Forschung und die Bedeutung des Themas am Fraunhofer ISI.

Wofür steht das neue Querschnittsthema Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)?

Es wird immer deutlicher, dass die lineare Wirtschaftsweise nicht nachhaltig ist, sowohl hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Treibhausgasemissionen als auch vor dem Hintergrund fragiler Lieferketten und globalen Wettbewerbs. Politische Entscheidungsträger:innen und Unternehmen müssen jetzt fundierte Entscheidungen treffen, um den Übergang hin zu einer zirkulären Wirtschaftsweise voranzubringen.

Genau hier setzt das neue Querschnittsthema Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) an, indem es die unterschiedlichen Betrachtungsebenen und vielfältigen Methoden am Fraunhofer ISI bündelt. Wir untersuchen zukünftige Potenziale auch unter Betrachtung von unterschiedlichen Akteursperspektiven, sowie konkrete Umsetzungsmöglichkeiten und welche Rahmenbedingungen für eine Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) notwendig sind.

An wen richtet sich das Querschnittsthema?

Wir folgen bewusst einem breiten Verständnis einer Kreislaufwirtschaft, welches die Design-, Produktions- und Konsumphase sowie die Kreislaufschließung nach der Nutzung von Produkten umfasst. Darum richtet sich das Querschnittsthema an Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette, die ihre Produkte und Geschäftsmodelle zirkulär gestalten möchten, aber auch an politische Entscheidungsträger:innen, welche die Rahmenbedingungen weiterentwickeln.

Außerdem bieten wir eine Anlaufstelle für Forschungsinstitute und andere potenzielle Projektpartner, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind.

Was ist Dein fachlicher Hintergrund und was bedeutet Dir die Leitung des Querschnittsthemas am Fraunhofer ISI?

Ich habe Energie- und Umweltmanagement studiert und mich im Rahmen meiner Abschlussarbeiten mit Konzepten für die Industrietransformation beschäftigt. Dies hat mich dann auch ans Fraunhofer ISI geführt, wo ich zum Beitrag einer Circular Economy zur Industriedekarbonisierung arbeite und auch an der Universität Utrecht promoviert habe. Neben meinem Studium habe ich übrigens bei einem Start-up für ein Mehrwegpfandbechersystem gearbeitet – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Diese Erfahrungen bringe ich nun für die Leitung des Querschnittsthemas mit. Dabei war ich in den ersten abteilungsübergreifenden Austauschen von der Diversität der abgedeckten Themen und der Interdisziplinarität beeindruckt. Ich freue mich drauf, diese Expertise zusammenzuführen und weiterzuentwickeln!

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