Erfahrungsberichte von Doktorandinnen und Doktoranden

Marlene Arens

Dissertation: Technological change and industrial energy efficiency – exploring the low-carbon transformation of the German iron and steel industry (Universität Utrecht, Niederlande)

Promovieren am Fraunhofer ISI heißt nah dran sein. Im ersten Jahr schaut man in verschiedene Projekte herein und sucht sich sein Thema und seine Doktormutter oder -vater aus. Die Themen drehen sich meist darum, was passieren kann, was passieren sollte und wie man das erreichen kann. Ist die erste Hürde mit dem Promotionsthema und der -betreuung genommen, folgen weitere drei Jahre, in denen man für die Doktorarbeit und für weitere Projekte arbeitet. Im besten Fall haben beide Überschneidungen. Im anderen Fall arbeitet man in spannenden und zukunftsorientierten Projekten für die Politik oder die Wirtschaft, manchmal auch für beide gleichzeitig. In jedem Fall ist man in einem inspirierenden, kollegialen und unterstützenden Umfeld! Am Ende, wenn man die Promotionsurkunde in der Hand hält, blickt man auf vier Jahre zurück voll von Ideen, Ergebnissen und tollen KollegInnen!

Hendrik Berghäuser

Dissertation: Die Dritte Mission von Hochschulen in Deutschland: Strategie oder window dressing? (Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer)

Nach meinem Politik- und VWL-Studium kam ich 2013 ans Fraunhofer ISI, in das Competence Center Politik und Gesellschaft, und habe dort zunächst zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet, um mich in verschiedene Themen und Projekte einzufinden. 2015 wechselte ich dann in den Doktorandenvertrag. In meiner Doktorarbeit habe ich mich mit der gesellschaftlichen Rolle von Hochschulen im deutschen Innovationssystem beschäftigt. Auch wenn es nicht immer einfach war, Projektarbeit und Promotion in Einklang zu bringen, sehe ich es als großen Vorteil, als Doktorand am Fraunhofer ISI zu arbeiten, da man während der Promotion in unterschiedliche angewandte Forschungs- und Dienstleistungsprojekte eingebunden ist, Einblicke in verschiedene Themenbereiche bekommt und mit diversen Stakeholdern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeitet.

    • Ali Aydemir: Ermittlung von Energieeinsparpotenzialen durch überbetriebliche Wärmeintegration in Deutschland (Technische Universität Darmstadt)
    • Miriam Bodenheimer: Behavioral Transitions to Social Sustainability in Global Production Networks: Case Studies from the Smartphone and Garment Sectors (Universität Witten/Herdecke)
    • Uta Burghard: Und wenn das Auto elektrisch wäre? Eine Studie zur prägenden Wirkung von Mobilitätsleitbildern in Familien (Leuphana Universität Lüneburg)
    • Piret Fischer: Complexities in building innovation systems: the case of radical medical technologies (Universität Utrecht, Niederlande)
    • Till Gnann: Market diffusion of plug-in electric vehicles and their charging infrastructure (Karlsruher Institut für Technologie KIT)
    • Simon Hirzel: Analyse und Bewertung industrieller Energieeffizienzmaßnahmen: Ein multikriterieller Ansatz für Gruppenentscheidungen unter Unsicherheit dargestellt am Beispiel von Druckluftsystemen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule RWTH Aachen)
    • Matthias Pfaff: Material Flows in the Industrial System: Model-based Analysis of Material Consumption in Germany and the Effects of Efficiency Measures (Karlsruher Institut für Technologie KIT)
    • Katharina Wohlfarth: Energy efficiency and demand flexibility in companies – potentials, approaches and synergies to contribute to the energy transition (Universität Utrecht, Niederlande)