Workshop des Joint Innovation Hub beim KI-Festival in Heilbronn: Lebhafte Diskussionen zu Szenarien für eine wünschenswerte Zukunft in Pflege, Sozialwesen und Gesundheit

Welche Rolle kann KI künftig im Gesundheits- und Pflegesektor übernehmen? Was bedeutet dies für unser Zusammenleben 2045? Und wie lassen sich damit einhergehende Entwicklungen in einem gesellschaftlich wünschenswerten Sinne gestalten?

Klaus Angerer beim KI-Festival Heilbronn 2026
© Fraunhofer ISI
Klaus Angerer beim KI-Festival Heilbronn 2026

Diesen Fragen ging der Joint Innovation Hub Heilbronn gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Heilbronn-Franken beim KI-Festival in Heilbronn nach. In einem Workshop, den Dr. Klaus Angerer, David Wurster (Joint Innovation Hub) und Anette Zanker-Belz (Regionalleiterin Heilbronn-Franken & Referentin KI, Der Paritätische Baden-Württemberg) leiteten, diskutierten rund 40 Teilnehmer:innen Szenarien für eine wünschenswerte Zukunft in Pflege, Sozialwesen und Gesundheit im Jahr 2045.

Wichtige Erkenntnisse aus dem Workshop:

  • Der – vom Joint Innovation Hub in vorherigen Projekten entwickelte – Ansatz für eine KI-unterstützte strategische Vorausschau funktioniert und führt zu spannenden Ergebnissen. Die Teilnehmenden konnten auswählen, welche Personas sie in welchem Szenario als Grundlage für die gemeinsame Diskussion nutzen wollten. Die Szenarien wurden dann mit generativer KI weiterentwickelt, um alternative Zukünfte in Echtzeit durchzuspielen und das Denken in Zukünften zu veranschaulichen.
  • Wiederholt wurde auf Vereinsamung als große Gefahr für pflegebedürftige Menschen hingewiesen – insbesondere mit Blick auf Szenarien, in denen KI-Tools und Roboter zunehmend mehr Aufgaben in der Pflege übernehmen.
  • Die Rahmenbedingungen für einen verantwortungsbewussten Einsatz von KI gilt es bereits heute zu gestalten – idealerweise unter Beteiligung aller betroffenen Personengruppen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass alle von Effizienzgewinnen profitieren, indem z. B. die Entlastung der Pflegekräfte von zeitraubenden Dokumentationsauflagen einem empathischen Umgang mit bedürftigen Personen zugutekommt. Teilnehmende aus der Praxis betonten, wie sehr dies auch von politischen Weichenstellungen und einer ausreichenden Finanzierung des Gesundheits- und Wohlfahrtssektors abhänge.

Eine zentrale Schlussfolgerung aus Sicht des Joint Innovation Hub: Gemeinsam mit Partnern aus u. a. Zivilgesellschaft, Verbänden und der Sozialwirtschaft soll die Arbeit an diesem Themenkomplex fortgesetzt werden. Es gilt, Formen und Räume des zukünftigen Zusammenlebens nachhaltig und partizipativ zu gestalten.

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