Netzwerk-Symposium betont die Rolle des Menschen in der Wertschöpfung
Im Fachprogramm »Zukunft der Wertschöpfung« fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt seit 2021 zahlreiche Projekte im Themengebiet »Menschen in der Wertschöpfung«. Die wesentlichen Erkenntnisse der geförderten Vorhaben sollen nun in einem Handbuch gesammelt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Zum Auftakt des Buchprojekts trafen sich Autor:innen, Herausgeber:innen und Projektträger am 8. September 2025 zu einem digitalen Netzwerk-Symposium. Neben der Vorstellung und Diskussion der Buchgliederung und Kapitelthemen stand vor allem die gemeinsame Vernetzung der Projektbeteiligten im Vordergrund.
Die Herausgeber:innen des Handbuchs, Prof. Dr.-Ing. Johannes Brombach (Hochschule München), Prof. Dr.-Ing. Verena Nitsch (RWTH Aachen), Prof. Dr.-Ing. Martin Schmauder (TU Dresden) und Prof. Dr. Oliver Sträter (Universität Kassel) eröffneten das Symposium mit einer kurzen Vorstellung des Buchprojekts. Anschließend wurde den Autor:innen die Gelegenheit gegeben, ihre geplanten Inhalte zu umreißen und zu diskutieren aber auch gezielte Fragen an das Plenum zu stellen. Das umfangreiche Feedback diente nicht nur den Autor:innen dazu, ihre Kapitelinhalte weiterzuentwickeln, sondern auch den Herausgeber:innen, Anknüpfungspunkte zwischen den verschiedenen Beiträgen zu erkennen und die Gliederung des Buches zu überarbeiten. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz aller Teilnehmenden soll das Symposium nun im Januar fortgesetzt werden. Die Buchkoordinatorin Dr.-Ing. Katharina Schäfer (RWTH Aachen) kündigte bereits ein Treffen im Stammtisch-Format an, um weitere intensive und produktive Diskussionen rund um die Buchinhalte zu ermöglichen.
Mit dem Handbuch »Menschen in der Wertschöpfung« verfolgen die Herausgeber:innen das Ziel, die Bedeutung des Menschen für aktuelle und zukünftige Wertschöpfungsprozesse aufzeigen. Johannes Brombach betont in diesem Zusammenhang: »Wertschöpfung aus arbeitswissenschaftlicher Perspektive bedeutet, den Menschen als aktiven Gestalter im Wertschöpfungsprozess zu begreifen.« Verena Nitsch ergänzt: »Kollektive und partizipative Prozesse sind unerlässlich für eine effektive Wertschöpfung – Teamarbeit und Mitarbeitereinbindung stehen dabei im Mittelpunkt.« In den Buchkapiteln werden demnach viele wichtige und spannende Fragen behandelt: Welche Beiträge leistet der Mensch in den Wertschöpfungsprozessen? Wie lässt sich menschliche Arbeit gestalten im Hinblick auf die Chancen und Herausforderungen, die Künstliche Intelligenz, Kreislaufwirtschaft, Klimawandel oder Inklusion mit sich bringen? Und wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?
Die Leser:innen dürfen sich auf das Handbuch ab Ende 2026 freuen. Dann soll der Band im Verlag Springer Gabler erscheinen. Als Teil der Reihe »Perspektiven zur Zukunft der Wertschöpfung« wird es nach den Bänden »Kreislauffähige Wertschöpfung« und »Dynamik von Wertschöpfungssystemen« das dritte Buch sein, das von den Reihenherausgeber:innen Prof. Dr. Thorsten Posselt (Universität Leipzig), Dr. Juliane Welz und Dr. Steffen Preissler (beide Fraunhofer ISI) verantwortet wird.