Projekt

Kreislaufwirtschaft: Regulatorische Hindernisse für eine Kreislaufwirtschaft auf bestimmten Märkten mit hohem Potenzial

Systeme der Kreislaufwirtschaft erhalten den Mehrwert von Produkten so lange wie möglich und sorgen für Abfallvermeidung. Es gibt verschiedene Strategien oder Optionen zur Steigerung der Kreisläufe, z. B. Ökodesign, ressourceneffiziente Prozesse, Wiederaufbereitung, verschiedene Arten der Wiederverwendung und des Recyclings, industrielle Symbiose, Kaskadierung usw. Ziel dieser Studie ist es, die vielversprechendsten potenziellen Märkte im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu ermitteln, die derzeit aufgrund von regulatorischen Hindernissen oder Regelungslücken entweder nicht oder nur unzureichend bedient werden.

Die Studie

  • identifiziert konkrete Wertschöpfungsketten, Teilsektoren und wirtschaftliche Aktivitäten innerhalb der prioritären Sektoren für die Kreislaufwirtschaft und sammelt wirtschaftliche Daten, um das damit verbundene Marktpotenzial zu untermauern.
  • identifiziert Schwerpunktbereiche mit dem größten Potenzial für wirtschaftlich tragfähige Marktchancen und Durchführung weiterer Analysen zu den rechtlichen Hindernissen, die diese Märkte an ihrer vollen Entwicklung hindern.
  • identifiziert den rechtlichen Rahmen für die bestimmten Bereiche und analysiert die Hindernisse für die Kreislaufwirtschaft. Sie bewertet das Funktionieren des Binnenmarktes und potenziell entgangene Marktchancen im Zusammenhang mit diesen Hindernissen.
  • liefert konkrete und detaillierte Beispiele (anhand von Fallstudien) für die Auswirkungen der Hindernisse und die vielversprechendsten Optionen zu ihrer Beseitigung.

Die Studie kombiniert Literatur, Wirtschaftsdaten und Erfahrungen von Akteuren in den ausgewählten Wirtschaftssektoren (Unternehmer, Branchenvertreter usw.), um die spezifischen rechtlichen Hindernisse und (politische) Optionen zu ihrer Beseitigung zu analysieren. Die Ergebnisse werden durch Informationen über andere Hindernisse wie Markthindernisse ergänzt.

Das Fraunhofer ISI steuerte drei vertiefte Fallstudien bei: Recycling von Stahl, Recycling von Kupfer und Recycling von Lösungsmitteln. Im Rahmen des Screening-Prozesses wurden auch das Recycling von Kunststoffen und Weißblech untersucht.

Die Studie bestätigt, dass die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft durch die Gesetzgebung behindert wird. Die Art der verschiedenen Hindernisse lässt sich in folgenden Kategorien zusammenfassen: (1) das Fehlen von Definitionen und das Auftreten von Lücken in den Rechtsvorschriften, (2) unklare Definitionen von Zielen in den Rechtsvorschriften, (3) die Festlegung harter numerischer Grenzwerte in den Rechtsvorschriften, z. B. in der CLP-Verordnung, (4) die fehlende oder unvollständige Umsetzung oder Durchsetzung, (5) unterschiedliche und widersprüchliche einzelstaatliche Umsetzungen einer Rechtsvorschrift, (6) Rechtsvorschriften, die miteinander in Konflikt stehen, weil sie gegensätzliche Werte vertreten (z. B. strenge Grenzwerte für die stoffliche Verunreinigung gegenüber der Verwendung und dem Einsatz von Sekundärstoffen). Die Studie empfiehlt unter anderem eine Harmonisierung des Binnenmarktes für Sekundärstoffe und Stoffströme, aus denen diese zurückgewonnen werden können, um Werte und Materialien innerhalb der Europäischen Union zu erhalten. Außerdem wird empfohlen, dass die Gesetzgebung zur Produktgestaltung den gesamten Lebenszyklus der jeweiligen Produkte berücksichtigt.

Laufzeit

08.04.2015 - 08.04.2016

Auftraggeber

  • Europäische Kommission (DG GROW)

Partner

  • Fraunhofer ISI 
  • Thinkstep 
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie