Gallery Walk und Deep-Dive beim vierten Treffen des wissenschaftlichen Beirats des Projekts »Wertschöpfungsradar«
Am 31. März 2026 fand das vierte Treffen des wissenschaftlichen Beirats des Verbundprojekts »Wertschöpfungsradar – KI-gestützte Vorausschau zur Erkennung wertschöpfungsrelevanter Signale«, besetzt mit hochrangigen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, in Leipzig statt. Bei der Sitzung, an der Projektverantwortliche aller Konsortialpartner sowie Vertreter des PTKA Projektträger Karlsruhe teilnahmen, standen die verschiedenen Phasen eines Horizon Scanning Prozesses, die Funktionen des »Radartools« sowie die Methodendiskussion im Fokus.
Fachübergreifender Austausch
Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, KI-Forschung, Unternehmen, Verbände – aufgrund seiner diversen, interdisziplinären Zusammensetzung bringt der wissenschaftliche Projektbeirat Expert:innenwissen aus den verschiedensten Perspektiven in das Projekt »Wertschöpfungsradar« ein.
Neben der Begrüßung von Prof. Dr. Thorsten Posselt – u. a. auch Reihenherausgeber der Handbuchreihe »Perspektiven zur Zukunft der Wertschöpfung« – als neues Beiratsmitglied bot das Treffen den Rahmen für einen anregenden Austausch über die Fachgrenzen hinweg.
Methoden im Fokus
Das Projektkonsortium stellte den aktuellen Stand des Projekts »Wertschöpfungsradar« vor, wobei die Weiterentwicklung des »Radartools« und die Schärfung der zugrundeliegenden Methoden im Vordergrund standen.
So wurden beim Gallery Walk die Erkenntnisse aus dem 3. Testlauf mit dem VDMA Competence Center Future Business zum Thema »Neue Materialien für den Maschinen- und Anlagenbau« präsentiert. Hierbei wurde auf die verschiedenen Phasen des Horizon Scannings – Scoping, Scanning, Priorisierung und Sensemaking – eingegangen und mit den Beiratsmitgliedern die methodische Vorgehensweise erörtert.
Es folgte ein Deep-Dive, in dem das Scanning-Tool »Radartool« mit seinen einzelnen Auswertungs- und Suchfunktionen, Datenquellen und Relevanzkriterien vorgestellt wurde. Daran anknüpfend diskutierten die Teilnehmenden über die geplanten Aktivitäten rund um das Thema Transfer und weitere Use Cases für das kommende Jahr.
Die abschließende Diskussionsrunde ermöglichte nicht nur die gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen und Fragestellungen, sondern setzte auch Impulse für das weitere Vorgehen.
Ausblick: Vorausschau weiterdenken
Das Projektkonsortium bedankt sich für die vielen wertvollen Hinweise, die die weitere Projektarbeit vorantreiben werden. Es freut sich auf das nächste Beiratstreffen im Herbst 2027, wenn es erneut die Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme sowie bereichernde inhaltliche Debatten hat.
Das Projekt »Wertschöpfungsradar« ist ein BMFTR-gefördertes Verbundprojekt vom Fraunhofer ISI (Standort Leipzig), der Helmut-Schmidt-Universität und dem Laboratorium Fertigungstechnik (LaFT) in Hamburg sowie dem Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. in München. Es verfolgt das Ziel, Methoden für eine datengestützte und von Expertinnen und Experten geleitete Vorausschau zu entwickeln.
Der wissenschaftliche Beirat, bestehend aus projekt-externen Expertinnen und Experten, begleitet das Projekt während seiner gesamten Laufzeit beratend und kommt einmal jährlich für einen vertiefenden Austausch zusammen.