Projekt

NUDGE - Verbraucher durch Verhaltensforschung zu Energieeffizienz "NUDgen"

NUDGE wurde ins Leben gerufen, um das Verhalten der Menschen zu analysieren sowie „Nudging“-Maßnahmen in fünf EU-Mitgliedstaaten in Haushalten, Energiegemeinschaften und Schulen zu konzipieren und zu testen.

Im Rahmen von NUDGE kommt eine Kombination verschiedener Ansätze zum Einsatz, darunter qualitative und quantitative Forschungsmethoden, Konsultationen mit Interessengruppen sowie die Erhebung von Pilotdaten. Zu den Methoden gehören auch Feldversuche und Umfragen zur Bewertung der Auswirkungen einer Maßnahme. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Versuchsarbeiten liegt zudem auf der Konzeption politischer Maßnahmen und der Formulierung länderspezifischer Empfehlungen.

Um die ehrgeizigen EU-Ziele für eine höhere Energieeffizienz zu erreichen und die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen, investieren Behörden, dezentrale Netzbetreiber (DSOs) und andere Akteure aktiv in die Verbesserung der Energieeffizienz. Ein Großteil dieser Investitionen betrifft die digitale Infrastruktur (z. B. intelligente Zähler), die es den Energieverbrauchern ermöglicht, ihren Energieverbrauch aktiver und effizienter zu überwachen und zu steuern. Das ultimative Ziel der „Energieeffizienz“ erfordert jedoch drastische Veränderungen im gesamten energiebezogenen Verhalten der Verbraucher – angefangen bei der Art und Weise, wie sie ihre Heizung und Elektrogeräte nutzen, bis hin zur Art und Weise, wie sie mit (baulichen) Energieineffizienzen ihrer Häuser umgehen. Die Ermittlung von Maßnahmen, die solche Verhaltensänderungen bewirken könnten, stellt eine große Herausforderung dar, und alle beteiligten Akteure haben erhebliche Anstrengungen und Ressourcen investiert, um all jene Faktoren besser zu verstehen, die das Verhalten der Verbraucher und ihre Entscheidungen in Bezug auf den Energieverbrauch bestimmen.

Das übergeordnete Ziel des NUDGE-Projekts besteht darin, das Potenzial von Verhaltensinterventionen zur Steigerung der Energieeffizienz systematisch zu bewerten und voll auszuschöpfen, um den Weg für den flächendeckenden Einsatz solcher Interventionen als wertvolle Ergänzung des politischen Instrumentariums zu ebnen.

Die Hauptziele sind:

  • Gestaltung von Verhaltensinterventionen an individuelle psychologische und kontextbezogene Variablen anzupassen, indem die Möglichkeiten zur Datenerfassung digitaler Vermittlungsplattformen und der Datenanalyse genutzt werden.
  • Durchführung umfangreicher Feldversuche (Pilotprojekte), die verschiedene Aspekte des Verbraucherverhaltens abdecken und unterschiedliche Kombinationen aus verhaltensbasierten und traditionellen Interventionen umsetzen, auch bei Teilnehmern desselben Pilotprojekts.
  • Entwicklung eines systematischen Kern- und Kontextforschungsprotokolls zur kontinuierlichen Messung der Auswirkungen der umgesetzten Verhaltensinterventionen.
  • Zusammenfassung der Ergebnisse der Pilotprojekte in Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und relevante Interessengruppen.

Dauer

Herbst 2020 bis Herbst 2023

Kunden

Europäische Kommission / Horizon 2020

Partner

  • IEECP (BE, Koordinator)
  • DOMX (GR)
  • AUEB (GR)
  • INEGI (PT)
  • Fraunhofer ISI (DE)
  • ZEZ (HR)
  • MVV ENERGIE AG (DE), Beegy (Drittanbieter, verbunden über MVV)
  • IMEC (BE)
  • SPRING-STOF (BE)
  • CITTADINANZATTIVA APS (IT)