Akteure und Akzeptanz im Energiesystem

In diesem Geschäftsfeld forschen wir zu gesellschaftlichen Aspekten der Energiewende. Dazu analysieren wir Einstellungen sowie das Entscheiden und Handeln von Menschen in der Transformation des Energiesystems.

Wir nehmen Menschen nicht nur als Bürgerinnen und Bürger in den Blick, sondern auch als politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure mit verschiedenen Rollen – etwa als Entscheider:innen, Prozessgestalter:innen oder Investor:innen. Uns interessiert, wie Interaktionen zwischen Personen, Gruppen, Organisationen und Institutionen stattfinden und diese so gestaltet werden können, dass sie zu einer Transformation des Energiesystems beitragen. Dabei bearbeiten wir insbesondere akzeptanzrelevante Aspekte und folgende Fragestellungen:

  • Wie beteiligen sich Menschen an der Transformation des Energiesystems? Und warum (nicht)?
  • Wie werden Energietechnologien und -politiken sowie ihre Auswirkungen wahrgenommen und was beeinflusst diese Wahrnehmung?
  • Welche Rolle spielen Gerechtigkeitsaspekte, Vulnerabilität und Betroffenheit sowie politische Teilhabe für Verhaltensänderungen und die Akzeptanz von energiepolitischen Maßnahmen?
  • Welchen Einfluss hat die Konkurrenz zwischen verschiedenen Technologien auf die Akzeptanz von Innovationen im Energiesystem?
  • Wie beeinflussen sozio-technische Strukturen die individuellen Handlungsspielräume von Akteuren?
  • Inwiefern wirken Handlungskapazitäten sowie Veränderungsbereitschaft auf das Energiesystem?

Thematisch beschäftigen wir uns unter anderem mit nachhaltigen Lebensstilen und Suffizienz, Prozessen des Wandels in der Industrie, neuen Geschäftsmodellen und Tarifstrukturen, sowie der Entstehung, Wahrnehmung und Wirkung von Klimapolitiken etwa im Mobilitätsbereich oder im Bereich Heizen und Wohnen. Wir betrachten dabei unter anderem Innovationen in den Forschungsfeldern Elektromobilität, alternative Kraftstoffe, Wärmepumpen, CO2-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) sowie grünem Wasserstoff. Wir untersuchen Innovations- und Transformationsdynamiken sowohl im Hinblick auf das Zusammenspiel zwischen den Akteur:innen als auch in Bezug auf Interaktionen innerhalb sozio-technischer Systeme. Wir wenden ein breites Spektrum aus Methoden der empirischen Sozialforschung an und arbeiten als interdisziplinäres Team mit einem systemischen Blick. 

Das Geschäftsfeld wird geleitet von Dr. Sabine Preuß.