Regionaler Transformationsdruck – Wirtschaftliche Disparitäten in der grünen Transformation österreichischer Regionen
Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 – und damit zehn Jahre früher als in Europäischen Union – sind in Österreich zeitnahe und tiefgreifende Veränderungen zur Treibhausgasreduktionen verbunden. Besonders herausgefordert bei der Erreichung des „Netto-Null-Ziels“ sind die emissionsintensiven Bereiche wie Industrie, Verkehr und Energie; aber auch etablierte Arbeitsweisen und Produktionsprozesse in der Wirtschaft insgesamt sowie weite Bereiche der Gesellschaft stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Notwendigkeit der Transformation in Richtung Klimaneutralität übersetzt sich zudem je nach Branchenstruktur in eine unterschiedliche regionale Betroffenheit. Dieser sogenannte „Transformationsdruck“ ist dementsprechend in den Regionen besonders hoch, die nach wie vor von einer hohen Energie- und Ressourcenintensivität der Wirtschaft geprägt sind.
Vor diesem Hintergrund stellt die gegenständliche Studie eine erste systematische Analyse des Zusammenhangs zwischen Dekarbonisierung und Beschäftigung für Österreich dar. Im Kern zielt die Untersuchung darauf ab, die Entwicklung von branchenspezifischen CO2-Emissionen und Beschäftigungszahlen auf Ebene der 35 österreichischen NUTS-3-Regionen zwischen 2011 und 2023 nachzuzeichnen und regionale Muster bzw. Disparitäten in der grünen Transformation festzustellen.