Projekt

Entwicklung von Politikempfehlungen für die Weiterentwicklung und Ausgestaltung von strategischen Ansätzen einer nachhaltigen und effizienten Rohstoffgewinnung und -nutzung (RohPolRess)

Der weltweite Verbrauch nicht-energetisch genutzter, mineralischer Rohstoffen ist in den vergangenen Jahrzehnten rasant angestiegen. Dieser sich fortsetzende Trend wirkt sich nicht nur negativ auf die vom Bergbau betroffenen Regionen aus, sondern verschärft auch globale Umweltprobleme wie den Klimawandel, die Bodendegradierung oder den Verlust an biologischer Vielfalt. Gleichzeitig haben die Einnahmen aus dem Rohstoffsektor einen entscheidenden Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft der Abbauländer. Die Verbesserung der ökologischen und sozialen Standards im Bergbau, die Verbesserung der Governance des Rohstoffsektors sowie ein effizienterer Rohstoff- bzw. Materialeinsatz in den Produktions- und Konsumprozessen in Deutschland gehören daher zu den größten wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Deutschland hat sich vor diesem Hintergrund in seiner Nachhaltigkeitsstrategie ehrgeizige Ziele für die Erhöhung der Rohstoffproduktivität gesetzt, die im Rahmen der Ressourcenpolitik verfolgt werden.

Auf nationaler Ebene liegen in Deutschland mit der Rohstoffstrategie der Bundesregierung und dem Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) zwei rohstoff- bzw. ressourcenpolitische Programme vor, deren Verhältnis im Rahmen des hier beantragten Projektes genauer analysiert werden soll, um hierauf aufbauend Anknüpfungspunkte für eine stärkere Kohärenz aufzuzeigen. Dazu sollen mögliche Schnittpunkte zwischen den verschiedenen rohstoffpolitischen Programmen auf der Ebene der Ziele, der Steuerungsansätze und der Akteure identifiziert und - ausgehend von theoretischen Überlegungen und der Aufbereitung empirischer Daten - handlungsnahe Ansätze für eine nachhaltige und effizienten Rohstoffgewinnung und -nutzung aufgezeigt werden.

Laufzeit

September 2013 – Dezember 2016

Auftraggeber

  • Umweltbundesamt (FKZ 3713 11 104)

Partner

  • Öko-Institut e.V.
  • adelphi research