Innovationstrends und Wissensdynamik

Moderne Ansätze der Innovationsforschung gehen davon aus, dass in der Generierung und Ausgestaltung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Neuerungen unterschiedlichste Akteure auf verschiedenen inhaltlichen und räumlichen Ebenen zusammenwirken. Das Geschäftsfeld Innovationstrends und Wissensdynamik beschäftigt sich mit der Erfassung und Einordnung der Aktivitäten dieser Akteure sowie ihrer systemischen Vernetzung auf verschiedenen Ebenen. Darüber hinaus liegt ein Arbeitsschwerpunkt im Bereich des sozioökonomischen Beitrags von Wissenschaft, Forschung und technologischer Entwicklung (Impactanalyse).

Im Fokus stehen dabei Analysen der Wissenschafts- und Innovationssysteme Deutschlands, Europas und Asien (vo allem China) mit dem Ziel der kontinuierlichen Neubewertung der internationalen Position Deutschlands und Europas. Klassische Wettbewerbs- und Kooperationsanalysen stehen dabei ebenso im Fokus wie die Erfassung und Einordnung von Entwicklungsdynamiken in den Bereichen sozial inklusiver, nachhaltiger sowie an globalen Herausforderungen orientierter Innovationen.

Zur Beschreibung und Analyse von Trends und Dynamiken im Innovationssystem müssen eine Vielzahl von Faktoren in Betracht gezogen werden. Während einige Aspekte ausschließlich einen qualitativen Zugang erlauben, werden in der Arbeit des Geschäftsfelds Innovationstrends und Wissensdynamik vor allen Dingen jene näher betrachtet, die quantitative Analyseansätze ermöglichen und erfordern.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten des Geschäftsfelds liegt daher in der Identifikation und Weiterentwicklung von Indikatoren mittels derer sich relevante Aspekte des Innovationsgeschehens und -erfolges in Volkswirtschaften oder Industrien aussagekräftig abbilden lassen. Darüber hinaus leiten wir empirische und konzeptionelle Erkenntnisse aus bestehenden sowie neu geschaffenen Indikatorensystemen ab. Das Spektrum des Angebots umfasst die Auswertung etablierter Datenquellen wie Publikations-, Patent-, Außenhandels- und Unternehmensstatistiken, wie auch die komplementäre Auswertung von Sekundärstatistiken zum Zweck der Entwicklung themenspezifischer Kompositindikatoren. Das Geschäftsfeld verfügt über Auswertungsmöglichkeiten an den Schnittstellen bestehender Datenbanken sowie ihrer Verknüpfung mit themenspezifisch ergänzenden Datenquellen. Darüber hinaus entwickeln wir vor dem Hintergrund konzeptioneller Erkenntnisse neuartige Messverfahren auf Basis unstrukturierter Daten (Big Data, Textmining und Web-Scraping).