Projekt

Umsetzungsstrategie für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in Milieuschutzgebieten

Berlin verfolgt das Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Die kommunale Wärmeplanung bildet hierfür das strategische Fundament und soll bis Ende 2025 abgeschlossen werden. Ein großer Teil der Berliner Bevölkerung lebt allerdings in sozialen Erhaltungsgebieten (§ 172 BauGB), in denen besondere Genehmigungspflichten bei energetischen Sanierungen oder Heizungswechseln gelten. Aktuell führt dies häufig zu Versagungen bei Heizungswechseln, insbesondere bei der Umstellung von Gasetagenheizungen auf Fernwärme. Diese Praxis erschwert sowohl den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze als auch die sozialverträgliche Umsetzung der Wärmewende. Vor diesem Hintergrund besteht ein hoher Bedarf an praxisnahen Strategien, die technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsrecht miteinander verbinden.

Ziel des Projekts ist es eine Umsetzungsstrategie für zukunftsfähige Wärmeversorgung in sozialen Erhaltungsgebieten zu entwickeln. Zentral dabei ist die konkrete Untersuchung des Beispielquartiers Barbarossaplatz, in welchem aktuell Fernwärme ausgebaut werden soll und welches ein soziales Erhaltungsgebiet beinhaltet. Weitere Ziele sind:

  • identifizierte Hemmnisse im Genehmigungsprozess sichtbar machen,
  • wirtschaftliche Auswirkungen verschiedener Heizungswechsel realitätsnah bewerten,
  • ein praxisorientiertes Prüfschema und einen Leitfaden für Bezirksämter entwickeln,
  • die Ergebnisse der Wärmeplanung systematisch in die Genehmigungspraxis integrieren,
  • sozialverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Lösungen für Mieter:innen und Eigentümer:innen formulieren.

Die Ergebnisse der Studie werden hier angegeben, sobald sie veröffentlicht sind.

Laufzeit

Juli 2025 - Dezember 2025

Auftraggeber

  • Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Berlin (SenMVKU)

Partner

  • IREES GmbH