Projekt

Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI

Bewertung der Auswirkung der Benchmark-basierten Zuteilung für Phase III (2013-2020) des europäischen Emissionshandels ETS

Assessment ETS Benchmarks

Der europäische Emissionshandel ist ein zentrales Instrument zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in Europa. Er erfasst etwa 45% der EU-Emissionen und etwa 12000 Anlagen in dem EU-Mitgliedsländern sowie Island, Norwegen und Liechtenstein. Der Emissionshandel startete 2005-2007 mit der ersten Handelsphase. Die zweite Periode lief von 2008-2012. Die dritte Phase läuft von 2013 bis 2020.

Für die dritte Handelsperiode wurde von der zuvor historisch basierten Zuteilung auf eine Benchmark-basierte Zuteilung umgestellt. Dadurch werden effiziente Anlagen belohnt und die Zuteilung europaweit deutlich stärker vereinheitlicht. Der Wechsel des Zuteilungsmechanismus führt zu einer Umverteilung der freien Zuteilung und kann damit signifikante Effekte für die Wettbewerbsfähigkeit der unterschiedlichen Sektoren innerhalb der einzelnen Länder sowie länderübergreifend haben.

Die Studie im Auftrag des Generaldirektorats Climate Action (DG CLIMA) der EU Kommission hat zum Ziel, die Auswirkungen der neuen Zuteilungsregeln zu untersuchen. Der Fokus liegt dabei auf den Auswirkungen der Benchmark-basierten Zuteilung für die Industrie in der EU. Dazu werden Daten des ersten Jahres der dritten Periode verwendet und Analysen für 20 als wichtig identifizierte Industriezweige oder Produkte durchgeführt, die vom EU-ETS erfasst werden.

Die harmonisierten Zuteilungsregeln werden zunächst qualitativ analysiert und dann durch quantitative Analysen ergänzt. Dabei werden die Referenzwerte im Vergleich mit tatsächlichen Emissionen untersucht sowie die Veränderung der Zuteilung von der zweiten zur dritten Handelsperiode für unterschiedliche Sektoren und Länder beleuchtet. Diese Änderungen werden hinsichtlich der möglichen Gründe diskutiert, um ggf. Anpassungsbedarf abzuleiten. Weiterhin werden Änderungen in Investitionen und Handelsaktivität untersucht.
Die Analysen werden durch Fallstudien einzelner Sektoren ergänzt, um an spezifischen Beispielen die Wirkungen der harmonisierten Regeln aufzuzeigen und deren Effektivität zu überprüfen.

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