Projekt

Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI

Die Rolle von ehrgeizigen Energieeffizienzzielen im Rahmen eines 2030-Zielsystems für Energieeffizienz, Erneuerbare und Treibhausgasemissionen

Das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) analysiert in diesem Bericht ein 2030-Ziel für Energieeffizienz im Rahmen eines generellen Zielsystems für Energieeffizienz, Erneuerbare und Treibhausgasemissionen. Eine wichtige Basis für die Entwicklung eines solchen Zielsystems sind Energieeffizienzpotenziale. Der zentrale Ansatz der Studie besteht darin, dass ein ambitioniertes Energieeffizienzziel (entweder in End- oder Primärenergie ausgedrückt) den Kern eines solchen Zielsystems bildet gekoppelt mit einem ehrgeizigen Ziel für Erneuerbare Energien als zweitem wichtigen Inputparameter für das Zielsystem. Ehrgeizige Politiken für Energieeffizienz und Erneuerbare zusammen sind ein Garant für eine ehrgeizige Reduktion von CO2-Emissionen. Der Studie zufolge hat die EU ein 41 % kosteneffizientes Endenergieeinsparpotenzial bis 2030. Durch die Realisierung dieser Potenziale würde die EU auch weitreichende ökonomische, soziale und finanzielle Vorteile von Energieeffizienzmaßnahmen erreichen, unter anderem:

  • Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 49-61 % verglichen mit 1990, was der EU erlauben würde, dem Klimawandel erfolgreich zu begegnen und die Langfristziele bis 2050 einer 80-95 % Reduktion der Treibhausgase zu erfüllen; 

  • Eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch geringere Energiekosten, vermehrte Effizienz in der Industrie und eine stärkere Nachfrage nach europäischen Produkten und Dienstleistungen. Haushalte und Industrie würden netto jährlich in 2030 durch geringere Energierechnungen 240 Milliarden Euro einsparen und ca. 500 Milliarden Euro in 2050 (siehe auch Fraunhofer ISI, Concrete Paths of the European Union to the 2ºC Scenario , 2012); 

  • Zunahme der Nettobeschäftigung um 400.000 Beschäftigte bis 2020 

Ein Treibhausgasziel alleine für 2030 würde kaum zusätzliche Energieeinsparung anreizen und eine wichtige Gelegenheit verstreichen lassen, um Energieverschwendung und die hohen Ausgaben Europas für Energieimporte zu verringern. Die Fraunhofer Forschungsergebnisse zeigen, dass ein 40 % Reduktionsziel für Treibhausgase bis 2030 ohne zusätzliche Energieeffizienzanstrengungen jenseits derer erreicht werden kann, die bereits durch die jetzigen Energieeffizienzpolitiken in die Wege geleitet wurden.

Lesen Sie den vollständigen Fraunhofer ISI Bericht:

Siehe auch die Webseite der Coalition for Energy Savings, für welche die Studie durchgeführt wurde:

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