Projekt

Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI

Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungspotenziale der Biotechnologie in Deutschland

Investitionen in zukunftsfähige innovative Spitzentechnologien sind erforderlich, damit sich ein hoch entwickeltes und rohstoffarmes Land wie Deutschland dauerhaft im internationalen Wettbewerb behaupten kann. Die Biotechnologie spielt als Spitzen- und Querschnittstechnologie in mehreren Branchen eine wichtige Rolle im Innovations- und Wachstumsprozess. Sie verfügt über ein enormes Potenzial in Form neuer oder verbesserter Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Neue Märkte entstehen und die Wettbewerbsfähigkeit traditioneller Branchen wird gestärkt. Dadurch werden neue Arbeitsplätze geschaffen und bestehende gesichert. Längst hat die Biotechnologie ihre Disziplingrenzen überschritten und beeinflusst auch zahlreiche andere Technikbereiche. Nach übereinstimmender Einschätzung von Experten steht das wirtschaftliche Potenzial der Biotechnologie erst am Anfang seiner Entwicklung.

Im Rahmen der Studie wurden die

  • Wettbewerbsfähigkeit
  • Beschäftigungspotenziale
  • innovationsfördernden und innovationshemmenden Faktoren
der Biotechnologie in Deutschland untersucht. Darüber hinaus wurden die Verbindungen der Biotechnologie zu anderen Zukunftstechnologien analysiert.
Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Biotechnologieunternehmen in Deutschland und die Innovationsfähigkeit in der Biotechnologie wurden anhand geeigneter Indikatoren untersucht. Dabei wurde Deutschland mit anderen Industrieländern und aufstrebenden asiatischen Ländern verglichen.
Produkte, Prozesse und Dienstleistungen der Biotechnologie verbreiten sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität in den verschiedenen Anwenderindustrien. Innovations-, Wachstums- und damit Beschäftigungspotenziale der Biotechnologie sind daher stark an die jeweiligen Branchenspezifika gebunden. Hinsichtlich der Beschäftigungseffekte wurden im Einzelnen untersucht:

  • Aktuelle Beschäftigungswirkungen der Biotechnologie in Forschungseinrichtungen und kleinen und mittleren Biotechnologieunternehmen sowie bei Biotechnologie-Ausstattern
  • Aktuelle Beschäftigungseffekte in wichtigen vorgelagerten Zuliefererbranchen sowie nachgelagerten Anwenderindustrien
  • Zukünftige Beschäftigungswirkungen in 2020. Hierzu wurden konsistente Zukunftsszenarien entwickelt, die Aspekte wie z.B. politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie internationale Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigen.
Entlang der gesamten Wertschöpfungskette, d.h. von der Forschung über die Entwicklung, Produktion, Vermarktung bis hin zum Konsum werden die innovationshemmenden und innovationsfördernden Faktoren am Standort Deutschland bewertet.

Status:
Abgeschlossenes Projekt (12/05-02/07)

Auftraggeber:
Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) und der Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie (IG BCE)

Partner:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)

Publikationen:
Die Studie kann für 30 Euro bestellt werden unter

mail@setzkasten.de, Bestellnummer 13197 (ISBN: 978-3-86593-077-4)

Gesamtstudie

Artikel:

Nusser, M. (2007): Biotechnology in Germany - Employment Potentials and International Competitiveness. In: BIOforum Europe 11(7/8), S. 8-10.

Nusser, M. (2007): Biotechnologie - Ein zukunftssicherer Job-Motor. In: BIOforum 5, S. 8-10.

Nusser, M. (2007): Industrial White Biotechnology - High Potentials for the Business Location Germany. BIOforum Europe 11(10), S. 10-11.

Nusser, M. (2007): Industrielle Weiße Biotechnologie - Erhebliche Potenziale für den Standort Deutschland. In: BIOforum 6, S. 12-13.

Nusser, M.; Wydra, S. (2007): Wirtschaftspolitische Bedeutung der Biotechnologie
Teil 1: Empirische Ergebnisse für die Pharmaindustrie und den Biotechnologie-Kernbereich. In: Pharm. Ind. 69(11), S. 1254-1259
Teil 2: Chancen zur Realisierbarkeit der Innovations- und Beschäftigungspotenziale. In: Pharm. Ind. 69(12), S. 1403-1408