Presseinformation
Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI organisiert Konferenz des Eu-SPRI Forums
Presseinformation 14.05.2012
Das
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI organisiert im Rahmen der Feierlichkeiten seines 40-jährigen
Bestehens die Konferenz des
„European Forum for Studies of Policies for Research and Innovation“, kurz Eu-SPRI
Forum . Unter dem Motto „Towards Transformative
Governance? Responses to mission-oriented policy paradigms“ werden im
Karlsruher Kongresszentrum am 12. und 13. Juni 2012 rund 200 Teilnehmer aus Europa und der ganzen Welt erwartet.
„Die europäische
Forschung muss sich den großen Herausforderungen jenseits der starren thematischen
Ansätze unserer Zeit stellen.” Diese Zielsetzung wurde 2009 gegenüber der
schwedischen Präsidentschaft des Rats der Europäischen Union in der Erklärung von Lund
von 400 namhaften Forschern und Politikern ausgegeben. Die Eu-SPRI-Konferenz unter der Schirmherrschaft von Annette Schavan,
Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Winfried Kretschmann,
Ministerpräsident von Baden-Württemberg, beschäftigt sich intensiv mit den
Herausforderungen dieser Prämisse.
Als Folge der Erklärung von Lund war in
den vergangenen Jahren die Entwicklung zu beobachten, dass nationale
Regierungen und die Europäische Union ihre Forschungs- und Innovationspolitik
zunehmend an Prioritäten ausrichten, die die großen gesellschaftlichen
Herausforderungen unserer Zeit aufnehmen. Neben wirtschaftlichem Wachstum und
Wettbewerbsfähigkeit entwickelt sich dieser Ansatz zu einer dritten
wesentlichen Zielsetzung von Forschungs- und Innovationspolitik.
Bisher
ist jedoch nicht klar, ob diese neue Missionsorientierung tatsächlich transformierende
Wirkung hat oder haben wird und wie diese Wirkungen aussehen.
Auf der Konferenz sollen Forschungsarbeiten präsentiert und diskutiert werden, die
mögliche transformative Wirkungen auf verschiedenen Ebenen aufzeigen, zum
Beispiel in Bezug auf die einzelnen Forschenden, Innovationsprozesse,
Wissenschaftsfelder, Technologiesektoren, Institutionen, die Nachfrageseite beziehungsweise
die Nutzer und Nutznießer von Innovationen, Forschungs- und Innovationspolitik
und -finanzierung sowie politische Rahmenbedingungen.
„Wir freuen uns sehr, dass die Konferenz bereits im Vorfeld so guten Anklang gefunden hat“, so Prof. Dr. Knut Koschatzky, Organisator der Konferenz und Leiter des Competence Centers Politik und Regionen am Fraunhofer ISI. „Uns ist es gelungen, ein überaus interessantes Programm zusammenzustellen. An den beiden Tagen sind neben den Keynote Speeches rund 30 thematische Sessions mit mehr als 100 Vorträgen geplant. Die Konferenz bietet zudem einen Elevator Pitch Contest für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Zu Vorträgen angemeldet haben sich vor allem Teilnehmer aus Eu-SPRI- Forschungseinrichtungen, aber auch aus dem US-amerikanischen Raum.“
Anmeldungen zur Konferenz sind noch möglich. Neben
den Vorträgen bietet die Konferenz weitere Angebote zum informellen Austausch
wie eine Stadtführung und eine Abendveranstaltung im Karlsruher Schloss.
Das Eu-SPRI Forum wurde im Juni 2010 in Paris gegründet und besteht derzeit aus 13 Mitgliedseinrichtungen. Ziel ist es, die florierende, aber geographisch stark verteilte Wissenschaftsgemeinde, die sich mit interdisziplinären Fragestellungen der Politik und Governance der Wissensgenerierung und Innovationsfindung beschäftigt, zu stärken.
Weitere Informationen erhalten sie unter www.eu-spri-conference-2012.org.
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der breiten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.