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Projekt

Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI

DEXINPRO

Verbundprojekt: Dienstleistungsexport mit Industrieprodukten, Teilvorhaben: Wissenschaftliche Begleitung und Transfer

Die deutsche Industrie hat den Gedanken, ihren Kunden komplette Problemlösungen aus Produkten und begleitenden Dienstleistungen anzubieten, in den zurückliegenden Jahren zunehmend aufgegriffen. Die hierfür in die Wege geleiteten Projekte thematisierten jedoch die Besonderheiten eines grenzüberschreitenden Angebots umfassender industrieller Servicemodelle noch kaum. Die bei Auslandsprojekten auftretenden Fragen der Organisation auf die jeweiligen Märkte zugeschnittener Angebotskombination aus Produkt und Dienstleistung unter Beachtung der Rahmenbedingungen der ausländischen Märkte, der Finanzierung und des Controlling solcher Projekte über die Grenzen nationaler Gegebenheiten hinaus sowie der Schaffung der technisch-organisatorischen und qualifikatorischen Infrastrukturen für die Abwicklung sind für die Unternehmen Neuland.

Die fehlenden Konzepte zur Realisierung von umfassenden Servicekonzepten im Ausland haben dazu geführt, dass die Auslandsumsätze der deutschen Industrie im Vergleich zu den Inlandsumsätzen zu weitaus geringeren Anteilen aus Dienstleistungstätigkeiten resultieren. Die Industrie ist stark im Sachgut-, jedoch nicht im Dienstleistungsexport. Erweiterte Service– und Betreibermodellangebote für Auslandsmärkte zu organisieren, ist also ein relevantes, bislang jedoch wenig angegangenes Thema. Vor diesem Hintergrund ist es Ziel dieses Projektes, Organisationskonzepte zu entwickeln, die das Angebot von umfassenden Servicekonzepten in Auslandsmärkten unterstützen sowie abgeleitet aus den Erfahrungen dieser Pilotprojekte Handlungsanleitungen zu erarbeiten, die über die Pilotprojekte hinaus die Voraussetzungen verbessern, dass die Industrie als Exporteur derartiger Dienstleistungen auftritt.

Die pilothafte Entwicklung der Konzepte erfolgt konkret für drei Felder: Zum einen wird der für umfassende Servicekonzepte zukunftsträchtige Bereich der Maschinenbauprodukte behandelt, die beim Kunden für nicht kernkompetenzrelevanter Hilfsprozesse eingesetzt werden. Solche Hilfsprozesse werden am Beispiel der Druckluftversorgung, die die Wuppertaler Stadtwerke als Contracting anbieten, abgedeckt. Ein zweiter Einsatzfall stellen Anlagen dar, für die wegen der technologischen Avanciertheit der Lösung viele Kunden nicht die notwendige Qualifikation haben. Um für solche Rahmenbedingungen eine Referenzlösung zu entwerfen, ist die Firma Wagner (Lackieranlagen) Projektpartner. Eine dritte Kontextsituation für den Export umfassender Servicekonzepte sind Fälle, in denen Investitionsgüterhersteller mit spezialisierten Dienstleistern kooperieren. Derartige Kooperationen bieten mehrere Vorteile, sie werfen jedoch auch hinsichtlich der Organisation verschiedene Fragen auf. Um auf diese Fragen Antworten zu finden und entsprechende Lösungen entwickeln zu können, ist die Firma Reinisch Partner in diesem Projekt.

Status

Laufzeit 10/2005 - 09/2009

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Projektträger im DLR „Arbeitsgestaltung und Dienstleistung“

Partner

  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)

  • Reinisch AG

  • J. Wagner GmbH

  • Wuppertaler Stadtwerke AG

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