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Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI

Newsletter 01/2017

 
 

Was denken Bürgerinnen und Bürger über neue Antriebstechnologien wie Wasserstoff? Wie könnte ein System zum Recycling der Elektromotoren von Pedelecs aussehen? Und welche Potenziale und Risiken resultieren aus der Nutzung von Geräten und Technologien zur digitalen Selbstvermessung wie Gesundheits-Apps oder Fitnessarmbändern?

Auf diese und andere Fragen gibt der aktuelle Newsletter des Fraunhofer ISI Antworten und informiert zudem über aktuelle und abgeschlossene Projekte sowie neue Studienergebnisse und Publikationen.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre und freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

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CCX

Kampf gegen Energiearmut stärker in der Energieeffizienzpolitik berücksichtigen

Um Energiearmut in einkommensschwachen Haushalten zu bekämpfen, wäre neben der klassischen Sozialpolitik eine stärkere Berücksichtigung dieser Zielgruppe in der Energieeffizienzpolitik sinnvoll. Um nämlich die ambitionierten Energie- und Klimaziele in Europa zu erreichen, müssen wirklich alle Verbraucher Energie einsparen. Vorschläge, wie einkommensschwache Haushalte besser in die derzeitige Energieeffizienzpolitik integriert werden können, haben das Fraunhofer ISI, SQ Consult und die Universitat Politècnica de Catalunya im Auftrag des Europäischen Parlaments erarbeitet. Die Studie "Energy Efficiency for Low-Income Households" beschreibt, welche positiven Einflüsse eine Verbesserung der Energieeffizienz sowohl auf einkommensschwache Haushalte als auch auf die gesamte Volkswirtschaft hat. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

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CCE

Die regionale Verteilung der Stromnachfrage wird sich bis 2030 grundlegend ändern

Das Fraunhofer ISI hat im Auftrag der deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Stromnachfrage- und Lastentwicklung für den Zeitraum von 2013 bis 2030 und darüber hinaus analysiert. Das Forschungsteam entwickelte drei Szenarien, je nach Szenario sinkt der Strombedarf bis 2030 oder bleibt auf einem konstanten Niveau. Zudem könnte es auf regionaler Ebene in den kommenden Jahren grundlegende Änderungen geben: Während sich die Stromnachfrage in urbanen Regionen und angrenzenden Gebieten voraussichtlich eher konstant entwickelt oder ansteigt, kann es in einigen ländlichen Regionen zu einem teilweise stärkeren Rückgang kommen. Die Studie ist ein wichtiger Baustein, um den künftigen Netzausbau zu planen. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

 
 

Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien: Positive Bewertung, aber geringe Kaufbereitschaft

Wie denken Bürger und Experten über Wasserstoff als neuen Energieträger? Dieser Frage ging das Fraunhofer ISI zusammen mit zehn europäischen Partnern nach. Das Forschungsteam befragte fast 7.500 Menschen aus sieben europäischen Ländern, um die Bekanntheit sowie die aktuellen Einstellungen und zukünftigen Erwartungen an Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zu ermitteln. Dabei zeigte sich, dass die Technologien zwar grundsätzlich positiv wahrgenommen werden, Bekanntheit und Kaufbereitschaft aber gering sind. Die ausführlichen Ergebnisse der im Rahmen des EU-geförderten Projekts "HYACINTH" durchgeführten Studie wurden im Fachmagazin "HZwei" veröffentlicht. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

 
 

Investitionen für Energieeffizienz: Neue Benchmarking-Plattform für Unternehmen, Investoren und Politik

Am 30. November 2016 hat die EU-Kommission die De-risking Energy Efficiency Platform vorgestellt. Auf dieser kostenlosen Benchmarking-Seite können Unternehmen, Investoren und politische Entscheider auf der Grundlage von mehr als 7.800 umgesetzten Maßnahmen prüfen, welche Investitionen in Energieeffizienz sich besonders lohnen – ob im Hinblick auf eine schnelle Amortisationszeit oder möglichst viel Rentabilität. Das Fraunhofer ISI hat durch die Lieferung tausender Datensätze maßgeblich zur Entwicklung dieser Plattform beigetragen. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

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CCV

Fachdialog: Roadmapping für Living Labs in der Green Economy

Am 9. Februar 2017 fand der Workshop "Living Labs für den Individual- und öffentlichen Personenverkehr" an der Universität Siegen statt. Dies war der Auftakt des vom Competence Center Foresight koordinierten Fachdialogs im Projekt INNOLAB mit dem Ziel, die beiden Perspektiven Living Labs/Reallabore und Nachhaltigkeit in einem Roadmapping-Prozess zusammenzuführen. Zwei weitere Workshops finden am 16. und 28. März in Köln beziehungsweise Duisburg statt. Weitere Informationen gibt es auf der Projektwebseite www.innolab-livinglabs.de.

 
 

Fraunhofer-Experten aus Baden-Württemberg begleiten Winfried Kretschmann auf Delegationsreise nach Indien

Eine Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft des Landes Baden-Württemberg um den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, dem Verkehrsminister Winfried Herrmann sowie der Staatssekretärin Petra Olschowski bereiste zwischen dem 22. und 28. Januar Indien. Es wurden die Städte Pune und Mumbai im Bundesstaat Maharashtra und die Stadt Bangalore im Bundesstaat Karnataka besucht. Vier der insgesamt 14 Fraunhofer-Institute in Baden-Württemberg waren bei der Delegationsreise vertreten, Dr. Simone Kimpeler vom Fraunhofer ISI besuchte im Rahmen der Teildelegation "Innovative Technologien" deutsche sowie indische IT-Unternehmen und Automobilhersteller in Pune und Mumbai. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

 
 

Workshop zu Zukunftsthemen

Im Rahmen des Projekts BOHEMIA (Beyond the Horizon: Foresight in support of the preparation of the European Union's Future Policy in Research and Innovation) fand am 30. November 2016 bei der Europäischen Kommission in Brüssel ein Workshop zur Auswahl und Diskussion von Zukunftsthemen statt. Das Fraunhofer ISI hat diesen Workshop zusammen mit der Expertengruppe "Strategic Foresight for R&I Policy in Horizon2020" und dem internen Foresight-Netzwerk der Kommission durchgeführt. Die Themen waren sehr interdisziplinär ausgelegt und werden in einer internationalen Delphi-Studie bewertet, deren Ergebnisse als Input für das nächste Forschungsrahmenprogramm genutzt werden sollen. Ansprechpartnerin im Fraunhofer ISI ist Dr. Kerstin Cuhls.

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CCN

Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 ausgeschrieben

Am 23. Januar 2017 startete die Bewerbungsphase für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU). Bis zum 31. Mai 2017 können sich deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit herausragenden Innovationen im Bereich Klima- und Umweltschutz um den bereits zum sechsten Mal ausgeschriebenen Preis bewerben. Mit insgesamt 125.000 Euro werden innovative Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie klima- und umweltfreundliche Technologietransferlösungen für Schwellen- und Entwicklungsländer prämiert. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

 
 

Stakeholder-Dialog: Spurenstoffstrategie des Bundes

Das Umweltbundesamt hat im Rahmen des Vorhabens "Stakeholder-Dialog: Spurenstoffstrategie des Bundes" das Fraunhofer ISI (Projektleitung, inhaltlich-fachliche Unterstützung des Prozesses) und die IKU GmbH (Prozessgestaltung und Moderation) mit der Vorbereitung und Durchführung eines Stakeholder-Dialogs zur Erarbeitung einer Strategie zum Umgang mit anthropogenen Spurenstoffen in Gewässern auf Bundesebene beauftragt. Das Vorhaben wird vom Umweltbundesamt in enger Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium durchgeführt. Weitere Informationen gibt es auf der Projektwebseite.

 
 

Magnetrecycling bei Pedelecs

Im Rahmen des Fraunhofer-Leitprojekts "Kritikalität Seltener Erden" untersuchte das Fraunhofer ISI Möglichkeiten, ein Recyclingsystem für Neodym-Eisen-Bor-Magnete (NdFeB-Magnete) aus Elektromotoren zu etablieren – am Beispiel von Pedelecs. Die Analyse ergab, dass die Akteure aktuell relativ unvorbereitet bezüglich des Recyclings von Pedelecs beziehungsweise der entsprechenden Motoren sind. Die Ergebnisse wurden im Arbeitspapier "Magnetrecycling bei Pedelecs: Rahmenbedingungen und Akteure – Status Quo und Perspektiven" veröffentlicht, Informationen zum Fraunhofer-Leitprojekt gibt es auf http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/n/projekte/KSE.php.

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CCT

Energiespeicher für die Elektromobilität – wo steht Deutschland beim Ziel, Leitanbieter zu werden?

Das Fraunhofer ISI untersucht in seinem Energiespeicher-Monitoring-Update 2016, ob und wie sich Deutschland bezüglich des gesetzten Ziels, Leitmarkt und Leitanbieter bei Energiespeichern für die Elektromobilität zu werden, seit 2014 weiterentwickelt hat. Laut der Untersuchung, die Bestandteil des BMBF-Förderprogramms "Batterie 2020" ist, konnte Deutschland bei den Lithium-Ionen-Batterien seinen aufgeholten Rückstand bei der technologischen Leistungsfähigkeit stabilisieren. Die Batterieforschung bewegt sich hierzulande aktuell auch aus internationaler Sicht auf einem hohen Niveau. Um hier nicht zurückzufallen, sollte die Förderung beibehalten werden, damit Deutschland eventuell jenseits von 2020 das technologische Know-how in einer inländischen Zellproduktion umsetzen kann. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

 
 

Studie zum deutschen Innovationssystem in der Bioökonomie

Das Fraunhofer ISI hat zur Unterstützung des Bioökonomierats der Bundesregierung für eine Reihe von Wirtschaftssektoren (unter anderem Automobil, Bau, Energie, Chemie, Pharma, IKT, Anlagenbau) Innovationssystemanalysen durchgeführt, die nun in der Publikation "Bioökonomie für die Industrienation" erschienen sind. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bioökonomie für eine Vielzahl von Sektoren hohe Potenziale ausweist: Deutschland besitzt eine starke Wettbewerbsfähigkeit als Technologiedienstleister, ist aber auch in verarbeitenden Sektoren der Bioökonomie grundsätzlich gut aufgestellt (zum Beispiel Chemie, Pharma), um in der Bioökonomie eine bedeutende Rolle einnehmen zu können. Die Veröffentlichung ist verfügbar unter http://biooekonomierat.de/fileadmin/Publikationen/berichte/Hintergrundpapier_ISA_Vero__ffentlichung_2.pdf. Ansprechpartner im Fraunhofer ISI ist Sven Wydra.

 
 

Potenziale und Risiken digitaler Selbstvermessung – und Handlungsfelder für Politik, Wissenschaft und Medizin

Geräte und Technologien zur Selbstvermessung wie Gesundheits-Apps oder Fitness-Armbänder gehören mittlerweile zum Alltag vieler Menschen. Dies bringt sowohl Potenziale als auch Risiken mit sich. Das Fraunhofer ISI hat deshalb im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts "Wissenstransfer 2.0" eine explorative Folgenabschätzung durchgeführt, die sich mit den Auswirkungen von und Herausforderungen durch Quantified-Self-Technologien befasst. Aus den Erkenntnissen wurden Handlungsfelder für Politik, Wissenschaft und Medizin abgeleitet, die in einem Policy Paper zusammengefasst sind. Weitere Informationen gibt es in der Presseinformation.

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CCP

Innovationssysteme heute – gerüstet für die Adressierung großer gesellschaftlicher Herausforderungen?

Innovationen sollen zunehmend zu gesamtgesellschaftlichen Zielen beitragen, zum Beispiel im Hinblick auf die Herausforderungen, die der demographische Wandel, die Knappheit an Ressourcen oder die globale Erwärmung mit sich bringen. Ein wichtiger Mechanismus dafür ist die öffentliche Forschungsförderung. In einem Discussion Paper entwickelt das Fraunhofer ISI das Modell eines reflexiven Innovationssystems, in dem Akteure aus Forschung und Entwicklung, Politik, Forschungsförderer, Nutzer und weitere Akteursgruppen Fähigkeiten zur Reflektion ihres Handelns, ihrer Interaktion und ihrer Entscheidungen benötigen. Das Discussion Paper "Addressing directionality: Orientation failure and the systems of innovation heuristic. Towards reflexive governance" kann von unserer Webseite heruntergeladen werden.

 
 

Treiber und Hemmnisse industrieller Modernisierung in Europa

Die Modernisierung ihres Produktionssektors stellt viele Länder Europas vor erhebliche Herausforderungen im Bereich der Nutzung fortgeschrittener Produktionstechnologien. Hierzu erarbeitete das Fraunhofer ISI in Kooperation mit ITIA-CNR, IDEA Consult und VTT die bislang umfassendste europaweite Studie. Auf Basis von Befragungen und Interviews identifiziert sie konkrete Hemmnisse in den Bereichen Finanzierung, Humankapital, Information und Marktdynamik und empfiehlt acht politische Maßnahmen in den Handlungsfeldern Kapazitätsaufbau, Technologieverwertung und Geschäftsmodellentwicklung. Der Abschlussbericht ist online verfügbar. Einen Kurzüberblick über die Ergebnisse sowie weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/p/projekte/archiv/EU-ManStu_hk.php.

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Wenn Sie mehr über das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI wissen wollen, schauen Sie gerne auf http://www.isi.fraunhofer.de nach.

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Freundliche Grüße
Ihr Presseteam des Fraunhofer ISI

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